Bürgerlicher Schulterschluss bei Stichwahl in Baden AG

4.10.2017 - 12:50, SDA

Baden AG

Bei der Stichwahl um den Sitz des abgewählten Badener Stadtammann Geri Müller treten Markus Schneider (CVP) und Erich Obrist (parteilos) an. Schneider, bisheriger Vizeammann, kann weiterhin auf die Unterstützung von FDP und SVP zählen.

Die drei bürgerlichen Parteien würden ihre Kräfte für den zweiten Wahlgang bündeln und gemeinsam für eine bürgerliche Wende in der Badener Exekutive einstehen. Das schreiben CVP und FDP in ihren Medienmitteilungen vom Dienstag.

Zur Stichwahl für das Stadtpräsidium am 26. November tritt auch der parteilose Erich Obrist an, der früher Mitglied der SP war. Obrist hatte bei der Stadtratswahl am 24. September das beste Stimmenresultat erzielt. "Mit dem Ausscheiden von Geri Müller werden die Karten neu gemischt", hält Obrist fest: "Baden soll auch im zweiten Wahlgang eine Auswahl haben."

Noch offen ist, ob die Quereinsteigerin Sandra Kohler (parteilos) zur Stichwahl antritt. Kohler eroberte auf Anhieb einen Sitz im sieben Mitglieder zählenden Stadtrat.

SP will Vizepräsidium

Auch für das Amt des Vizeammanns sicheren sich die bürgerlichen Parteien die gegenseitige Unterstützung zu. Ihr Kandidat ist der neugewählte Stadtrat Philippe Ramseier (FDP). Stadträtin Regula Dell'Anno-Doppler (SP) kandidiert ebenfalls für das Vizepräsidium.

Der bisherige Stadtammann Geri Müller, der 2014 wegen seiner "Nackt-Selfie"-Affäre in die Schlagzeilen geraten war, wurde am 24. September abgewählt. Der 56-jährige Grünen-Politiker übersprang bei der Stadtratswahl zwar das absolute Mehr knapp. Müller schied als überzählig aus.

Im Kanton Aargau kann nur Stadt- oder Gemeindeammann werden, wenn er auch als gewöhnliches Mitglied der Exekutive gewählt wurde.

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