Abfuhr für Hochhaus auf dem ehemaligen Saurer-Areal

gn, sda

28.11.2021 - 13:50

Visualisierung des geplanten Hochhauses in Steinach SG. Das Projekt ist nach dem deutlichen Nein der Stimmberechtigten vom Tisch.
Keystone

In Steinach SG bewegt ein Hochhaus die Gemüter. Die Firma HRS plante auf dem südlichen Teil des ehemaligen Saurer-Areals an der Grenze zu Arbon ein 65 Meter hohes Wohngebäude. Die Stimmberechtigten erteilten dem revidierten Rahmennutzungsplan am Sonntag eine deutliche Abfuhr.

gn, sda

28.11.2021 - 13:50

531 Stimmberechtigte sagten Ja und 1015 Nein zum Rahmennutzungsplan für das Hochhaus. Das entspricht einem Nein-Stimmenanteil von 65,7 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 70,2 Prozent.

Der Rahmennutzungsplan, zu dem der Zonenplan und das Baureglement gehören, sah für das geplante 20-stöckige Hochhaus mit gut 100 Wohnungen eine Schwerpunktzone vor.

Das Projekt «Terra Nova» war umstritten. Ein Referendumskomitee sammelte 850 Unterschriften und erzwang so die kommunale Abstimmung. Die Wohnungen im Hochhaus seien wenig familienfreundlich, das Projekt bringe der Gemeinde kein nachhaltiges Bevölkerungswachstum, argumentierten die Kritiker. Steinach sei ein Dorf mit ländlichem Charakter. Die Bewohnerinnen und Bewohner eines Hochhauses an der Peripherie würden kaum im Dorf integriert.

Hochhaus vom Tisch

Gemeindepräsident Michael Aebisegger verteidigte das Projekt. Mit dem Hochhaus könne die Gemeinde neue Steuerzahler gewinnen. Der Rahmennutzungsplan ermögliche Steinach, sich wirtschaftlich und gesellschaftlich zu entwickeln. Mit dem Hochhaus an der Grenze zu Arbon werde am richtigen Ort verdichtet.

Mit dem Nein zum Rahmennutzungsplan ist das Hochhaus vom Tisch. Aufgrund des Resultats der Abstimmung werden weitere Hochhauspläne in Steinach kein Thema sein, wie die HRS im Sonntag in einer Mitteilung schrieb. Für das dafür vorgesehene Areal werde mittelfristig ein anderes Projekt entwickelt.

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