Appenzell Ausserrhoden: 140 Freiwillige für Einsätze ausgebildet

SDA

2.4.2020 - 12:21

In Appenzell Ausserrhoden ist bereits ein Teil der 600 freiwilligen Helferinnen und Helfer auf ihre Einsätze vorbereiten worden. Beim Thema Schule rechnet der Kanton mit kurzfristigen Entscheiden des Bundesrates.

«Der Kanton hat gerufen, die Leute sind gekommen», sagte der Ausserrhoder Gesundheitsdirektor Yves Noël Balmer (SP) über die rund 600 Freiwilligen, die sich auf einen Aufruf gemeldet haben. Er sei stolz auf die Solidarität in Ausserrhoden.

Bereits seien davon 140 Personen ausgebildet worden, ein grosser Teil verfüge bereits über medizinische Bildung, die nur noch aufgefrischt werden müsse. Diese Kurse werden bei der privaten Hirslandenklinik in Heiden abgehalten.

Ausserrhoden habe früh vorgespurt und die Privatspitäler ins Boot holen können. Die Vorbereitungen seien nun abgeschlossen. «Wir stehen sehr gut da», sagte Balmer. Im «Corona-Spital» Herisau würden momentan acht Personen betreut, davon lägen drei auf der Intensivstation. Diese könnte bis auf 20 Plätze ausgebaut werden.

Vorbereitung auf kurzfristige Entscheide

Landammann und Bildungsdirektor Alfred Stricker (Parteiunabhängige) zog eine positive Bilanz über die bald drei Wochen mit Fernunterricht. Diese Zeit sei von allen Beteiligten «gut gemeistert» worden. Wie es nach dem 19. April weitergehe, werde der Bundesrat voraussichtlich eher kurzfristig entscheiden. Appenzell Ausserrhoden plane deshalb mit verschiedenen Varianten.

Die Konferenz der Erziehungsdirektorinnen und Erziehungsdirektoren (EDK) habe unter anderem festgelegt, dass das aktuelle Schuljahr trotz des Corona-Fernunterrichts als vollwertiges Schuljahr zähle. Die Schulzeit werde nicht verlängert und die Ferien würden nicht für den Unterricht eingesetzt, informierte Stricker.

Auskünfte über den angekündigten Corona-Nothilfefonds kündigte der Landammann auf nächste oder übernächste Woche an. Der Fonds soll in Zusammenarbeit mit der Stiftung Wirtschaftsförderung AR, den Ausserrhoder Stiftungen sowie dem Industrieverein und dem Gewerbeverband AR geäufnet werden. Geplant sind Darlehen, aber auch A-fonds-perdu-Beträge für Härtefälle. Ob sich auch der Kanton beteiligen wird, ist noch offen.

Zurück zur Startseite