Ostschweizer Ombudsstelle für Kinderrechte gestartet

ka, sda

18.2.2021 - 11:43

Seit 1997 gilt in der Schweiz die Uno-Kinderrechtskonvention. Für die damit verbundenen Rechte von Kindern und Jugendlichen gibt es neu eine Ombudsstelle in St. Gallen, die die ganze Ostschweiz abdeckt. (Symbolbild)
Keystone

In St. Gallen ist eine neue Ombudsstelle für Kinderrechte gestartet, die Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen in Verfahren unterstützen will. Angeboten werden Informationen und Beratung. Die Stelle deckt die ganze Ostschweiz ab.

Grundlage für das neue Angebot ist die Uno-Kinderrechtskonvention, die in der Schweiz seit 1997 gilt. Darin wird verlangt, dass Kinder und Jugendliche in Verfahren, von denen sie betroffen sind, angehört werden.

In der Realität würden diese Rechte jedoch noch unvollständig umgesetzt, heisst es in der Mitteilung des Vereins Ombudsstelle Kinderrechte Ostschweiz vom Donnerstag. Ziel sei es deshalb, «das Anhörungsrecht von Kindern und Jugendlichen bei Verwaltungs- und Gerichtsverfahren vollständig umzusetzen». Die Stelle funktioniert niederschwellig und unabhängig. Für Kinder und Jugendliche ist sie kostenlos.

Zum Angebot gehört eine altersgerechte Beratung und Information. Die Ombudsstelle analysiere die Situation, zeige Handlungswege auf, gebe Empfehlungen ab und und arbeite auch mit anderen Fachstellen zusammen, heisst es in der Mitteilung. Sie diene auch als Anlaufstelle für Missstände in Verfahren, bei denen die Interessen von Kindern und Jugendlichen nicht oder zu wenig berücksichtigt würden.

Weiter werden auch Fachpersonen und Erwachsene mit Fragen zu Kinderrechten beraten. Das neue Angebot wurde vom Verein Ombudsstelle Kinderrechte Ostschweiz initiiert und ist über die Internetadresse www.omki.ch erreichbar.

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