Stabile Corona-Situation – keine weiteren Massnahmen geplant

ka, sda

24.11.2020 - 16:54

Im Kanton St. Gallen solle wieder mehr getestet werden, sagte die St. Galler Kantonsärztin an einer Medienorientierung am Dienstagnachmittag. (Symbolbild)
SDA

Mitglieder der St Galler Regierung und die Kantonsärztin haben am Dienstag über die aktuelle Corona-Situation informiert. Zusätzliche Massnahmen sind vorläufig nicht vorgesehen.

Die Zahlen bewegten sich auf hohem Niveau und seien stabil bis leicht rückläufig, fasste Gesundheitschef Bruno Damann (CVP) die Lage zusammen. Die Situation werde nun weiter beobachtet. Aktuell stehen im Kanton St. Gallen weder Verschärfungen noch Lockerungen an.

Kantonsärztin Danuta Zemp stellte fest, dass in den letzten Wochen pro Tag weniger getestet wurde, als vorher. Es sei aber nach wie vor wichtig, dass sich Personen auch mit leichten grippeähnlichen Symptome testen liessen. Eine sinkende Testrate sei nicht erwünscht.

Seit anfangs Oktober starben im Kanton St. Gallen 180 Personen im Zusammenhang mit Covid-19 – die Hälfte davon in Heimen. Die Alters- und Pflegeheime seien sehr stark betroffen. In den letzten drei Wochen habe es dort viele Ausbrüche gegeben, sagte die Kantonsärztin.

Härtefallregelung ab Dezember

Volkswirtschaftsdirektor Beat Tinner (FDP) kündigte die Umsetzung des Härtefallprogramms an. Die rechtlichen Grundlagen für die Umsetzung auf kantonaler Ebene würden vorbereitet und sollten auf Dezember 2020 in Kraft treten. Erst danach könnten Anträge gestellt werden.

Um möglichst schnell Unterstützung zu bieten, setze die Regierung auf Dringlichkeitsrecht. Das Parlament werde die Regelungen dann in der Februarsession 2021 behandeln. Dieses Vorgehen sei mit den Parteispitzen abgesprochen, so Tinner.

Darlehen oder à-fonds-perdu-Beiträge wird es etwa für Gastro-und Hotelbetriebe, für Dienstleister aus der Reisebranche, für Marktfahrer und Schausteller, aber auch für Tierparks oder für die Event- und Veranstaltungsbranche geben. Die Vergabe soll in der Regel über die Hausbank laufen. In einem ersten Paket stehen 22 Millionen Franken zur Verfügung. Es würde nur Unternehmen unterstützt, die überlebensfähig seien, betonte der Regierungsrat.

In einer am Nachmittag versandten Medienmitteilung gab die St. Galler Regierung Empfehlungen für sicheres Einkaufen bei anstehenden Rabattschlachten und für Weihnachten ab. Das Risiko müsse klein gehalten werden. Unter anderem solle während der Woche tagsüber eingekauft werden, um die Stosszeiten am Abend und am Wochenende zu vermeiden.

Zurück zur Startseite

ka, sda