Coronavirus – Konjunktur

Zweite Corona-Welle bremst Erholung der Ostschweizer Wirtschaft

ny, sda

13.11.2020 - 11:14

Die Bauindustrie in der Ostschweiz hat sich in der Coronakrise gut behauptet. Andere Branchen, wie die Maschinen- und die Textilindustrie, leiden stärker (Symbolbild).
Die Bauindustrie in der Ostschweiz hat sich in der Coronakrise gut behauptet. Andere Branchen, wie die Maschinen- und die Textilindustrie, leiden stärker (Symbolbild).
sda

Die Ostschweizer Wirtschaft hat sich nach dem Einbruch durch die Corona-Pandemie in den Sommermonaten teilweise erholt. Dies wird nun durch die zweite Corona-Welle wieder gebremst. Vor allem die Maschinen-, die Elektro- und die Metallindustrie stehen unter Druck.

Der Konjunktur-Index für St. Gallen-Appenzell habe den Tiefstand (-27) im vergangenen April durchschritten. Er sei bis Ende Oktober wieder bei Null angelangt, heisst es in einer Mitteilung der Beratungsfirma Ecopol, der St. Galler Kantonalbank und des kantonalen Amts für Wirtschaft und Arbeit vom Freitag.

Nach einer besseren Beurteilung der Geschäftslage im Sommer hätten sich die Aussichten im Oktober – mit der zweiten Welle der Pandemie – wieder verschlechtert. In der Industrie liege der Indikator noch immer im negativen Bereich, während sich die Bauwirtschaft gut behauptet habe und der Detailhandel nach einem starken Taucher wieder ins Plus gekommen sei.

Weil die Krise auf eine Investitionsschwäche zurückzuführen sei, ständen die Maschinen-, die Elektro- und die Metallbranchen besonders unter Druck. Immerhin vermochte die Metallindustrie ihre Kapazitäten wieder besser auszulasten und im dritten Quartal die Exporte zu steigern.

Bau- und Pharmaindustrie stark

Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat laut dem Konjunktur-Index nur teilweise unter der Krise gelitten und blickt zuversichtlich auf die kommenden Monate. Hingegen habe sich in der Textilindustrie, der Papier-, Druck- und Verlagsindustrie die Talfahrt fortgesetzt. Schlecht seien die Prognosen für den Arbeitsmarkt in der Industrie, es werde mit einem Rückgang der Beschäftigung gerechnet.

Besser gehe es der Bauwirtschaft. Die Bautätigkeit sei in der Region St. Gallen-Appenzell weniger stark zurückgegangen als im Schweizer Durchschnitt. Der Detailhandel habe sich nach dem Lockdown vom Frühling positiv entwickelt und die Umsatzverluste mehr als kompensiert, schreibt Ecopol. Die zweite Welle verunsichere aber derzeit die Konsumenten.

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