Veranstaltungen Das Hallenstadion will trotz Herausforderungen keine Subventionen

sifr, sda

11.9.2023 - 07:03

Das Hallenstadion Zürich will keine politische Einmischung und daher weiterhin auf Subventionen verzichten. (Archivbild)
Das Hallenstadion Zürich will keine politische Einmischung und daher weiterhin auf Subventionen verzichten. (Archivbild)
Keystone

Sinkende Zuschauerzahlen und steigende Energiekosten haben das Hallenstadion in Zürich im letzten Jahr beschäftigt. Auf Subventionen will der Veranstaltungsort weiterhin verzichten, wie Direktor Philipp Musshafen im Interview mit CH Media sagte.

11.9.2023 - 07:03

Geld von der öffentlichen Hand zu nehmen, bedeute immer, dass die Politik mitreden wolle, sagte Musshafe im am Montag publizierten Interview. «Das halten wir für nicht erstrebenswert.»

Vielmehr sollten Stadt und Kanton oder eine Tourismus- und Wirtschaftsförderungsorganisation die Miete bei Kongressen übernehmen, sagte er. Bei Grosskongressen dürfe das Hallenstadion keine Mieten verlangen. «Denn die Kongressorganisatoren wissen, welche Wertschöpfung sie für eine Stadt mit einem solchen Event bringen.»

In der Bevölkerung ist das Hallenstadion weniger für Kongresse als für Konzerte bekannt. Seit einigen Jahren nahm die durchschnittliche Zuschauerzahl von Konzerten laut Musshafen ab. Gleichzeitig hätten höhere Energiepreise Mehrkosten in siebenstelliger Höhe verursacht.

Teureres Glace und Bier

Die Mehrausgaben wirkten sich auf die Preise von Getränken und Snacks aus: «Den höchsten Preisanstieg sehen wir bei Cornet-Glacen: Die kosten neu einen Franken mehr als vor der Coronakrise», sagte Musshafen im am Montag publizierten Interview. Ein Bier koste neu 6 Franken statt 5.50 Franken.

Vergangenes Jahr profitierte das Hallenstadion von nachgeholten Konzerten nach der Coronapandemie. Zurzeit befinde sich die Anzahl Veranstaltungen auf dem gleichen Stand wie 2019. «Es bleibt aber herausfordernd», sagte Musshafen. Der Konzertmarkt sei ein reaktives Geschäft. «Ich kann nicht zu Lady Gaga gehen und ihr sagen, sie solle doch wieder mal nach Zürich kommen», sagte der Direktor.

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