Nächtliches Parkieren in Zürich wird kostenpflichtig

SDA/phi

10.7.2020 - 13:11

Das nächtliche Parkieren in der Stadt Zürich wird kostenpflichtig. Das führt zu einer deutlichen Verteuerung der Blauen-Zonen-Karte, sie soll künftig mehr als doppelt so viel kosten. (Symbolbild)
Source: KEYSTONE/GAETAN BALLY

Das nächtliche Abstellen eines Autos auf öffentlichem Grund in der Stadt Zürich ist künftig nicht mehr gratis. Der Stadtrat will es dem Dauerparkieren tagsüber gleichstellen.

Der Stadtrat erhofft sich von dieser Änderung eine Lenkungswirkung: Wenn das Nachtparkieren kostenpflichtig wird und die Anwohnerparkkarte der Blauen Zone somit deutlich teurer, stehen weniger parkierte Autos am Strassenrand.

Dies bedeute mehr Platz für den Veloverkehr und für Fussgänger, wie der Stadtrat am Freitag mitteilte. Die Jahres-Parkkarte soll mit dieser Änderung mehr als doppelt so teuer werden: Von heute 300 Franken soll sie auf 780 Franken aufschlagen.

Auch in anderen Städten kostet nächtliches Parkieren

Der Stadtrat hält diesen neuen Preis aber für angemessen. Viele andere Städte wie Winterthur, Uster, Horgen, Zug oder Schaffhausen würden für das nächtliche Parkieren ebenfalls eine Gebühr verrechnen. Im Vergleich mit anderen Städten des Kantons sei eine Anwohner-Parkkarte der Blauen Zone immer noch am günstigsten.

Der Stadtrat sieht in der Gebührenerhöhung noch einen weiteren Vorteil: Damit werde das Ungleichgewicht zu den privaten Parkplätzen verringert. Ein privater Parkplatz im Freien koste heute im Schnitt 120 Franken pro Monat. Eine Blaue-Zonen-Parkkarte koste nur 25. Die Revision der Parkkartenverordnung kommt nun noch in den Gemeinderat.

SVP will Referendum ergreifen

Die SVP der Stadt Zürich will nicht zulassen, dass «Autofahrerinnen und Autofahrer weiter schikaniert werden», wie sie mitteilte. In ihrem ideologischen Kampf gegen das Auto sei der Stadtregierung keine Massnahme extrem genug, um der Bevölkerung das Autofahren zu verleiden. Sollte der Gemeinderat der neuen Parkkartenverordnung zustimmen, will die Partei das Referendum ergreifen.

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