Regierungsausschuss ermöglicht schnelleres Handeln im Kanton

SDA

2.4.2020 - 16:35

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh leitet den neu eingesetzten Regierungsausschuss. (Archivbild)
Source: KEYSTONE/WALTER äBIERI

Die Coronavirus-Krise erfordert kurze Wege und rasches Handeln der Verantwortlichen. Der Zürcher Regierungsrat hat daher die Schaffung eines Regierungsausschusses beschlossen. Das dreiköpfige Gremium arbeitet eng mit der Kantonalen Führungsorganisation (KFO) zusammen.

«Wir müssen mindestens so schnell unterwegs sein wie dieses verfluchte Virus», sagte Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh (FDP) am Donnerstag vor den Medien. Die wöchentlichen Regierungsratssitzungen würden der aktuellen Lage nicht gerecht. Dringliche Fragen müssten schnell erörtert werden.

Den nun beschlossenen Regierungsausschuss bilden die Regierungspräsidentin, Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) und Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP).

In einer ausserordentliche Lage, wie sie nun wegen des Coronavirus herrscht, wird im Kanton die KFO eingesetzt, damit Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen, Technische Betriebe und Zivilschutz optimal zusammenarbeiten können.

Die KFO berät nicht nur die Regierung sondern ist etwa für den Betrieb der Hotline zuständig. Sie hat ein Haus angemietet als Notspital und kümmert sich um notwendige Schutzausrüstung. Den grössten Beitrag leiste das Gesundheitswesen, sagte Thomas Würgler, Leiter der KFO und Kommandant der Kantonspolizei. Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung müsse sichergestellt sein, auch bei anderen schweren Erkrankungen oder Unfällen.

Vermehrte Kontrollen

«Die nächsten zehn Tage werden entscheidend sein», sagte Fehr. Jeder könne einen Beitrag zur Bewältigung der Coronavirus-Krise leisten. Private Aktivitäten seien nach wie vor möglich, aber keine Grillpartys im Wald oder Wanderausflüge und Velotouren in andere Kantone.

In den kommenden schönen Tagen und über Ostern werden die Kontrollen verschärft und es gibt zusätzliche Patrouillen. Dabei gehe es nicht darum, möglichst viele Bussen zu verteilen sondern darum, die Menschen mitzunehmen, sagte Fehr.

Und auch die Regierungspräsidentin appellierte eindringlich an die Eigenverantwortung und daran, Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Mit zunehmender Dauer, werde es schwieriger daheim zu bleiben, aber «halten Sie sich an die Empfehlungen des Bundes. Sie retten damit Leben!»

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