Stadt Zürich schliesst Rechnung 2020 mit Plus

falu, sda

16.3.2021 - 10:04

Die Corona-Pandemie hat sich letztes Jahr weniger negativ auf die Rechnung der Stadt Zürich niedergeschlagen, als im Sommer noch befürchtet worden war. (Symbolbild)
Keystone

Die Stadt Zürich hat im Jahr 2020 ein Plus von 54,6 Millionen Franken gemacht. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie belasteten die städtische Rechnung mit 172 Millionen Franken.

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16.3.2021 - 10:04

Einem Aufwand von 8,795 Milliarden Franken stand ein Ertrag von 8,849 Milliarden gegenüber. Das zweckfreie Eigenkapital erhöhte sich auf Ende 2020 auf 1,544 Milliarden Franken, wie die Stadt Zürich am Dienstag mitteilte.

Der Selbstfinanzierungsgrad lag bei 77,1 Prozent, die langfristigen Schulden sanken um fast 66 Millionen Franken auf 4,861 Milliarden. Die Nettoinvestitionen ins Verwaltungsvermögen beliefen sich auch 919,4 Millionen Franken.

Gewinn höher als erwartet

Für das Jahr 2020 war ein Ertragsüberschuss von 27,1 Millionen Franken budgetiert. Mit den vom Gemeinderat gesprochenen Nachtragskrediten und Globalbudget-Ergänzungen fällt das Rechnungsergebnis um über 152 Millionen Franken besser aus als geplant.

Dafür waren unter anderem ein besseres Ergebnis beim Finanzausgleich sowie Wertberichtigungen und Buchgewinne von Liegenschaften verantwortlich. Ausserdem hat der grösste Teil der Dienstabteilungen besser gewirtschaftet als budgetiert, wie es in der Mitteilung weiter hiess.

Fast 3 Milliarden Franken Steuereinnahmen

2,974 Milliarden Franken Steuereinnahmen verzeichnete die Stadt letztes Jahr. Bei den natürlichen Personen sowie den Grundstückgewinnsteuern lagen die Erträge unter Budget. Bei den juristischen Personen wurden fast 13 Millionen Franken mehr als geplant eingenommen.

In den kommenden Jahren könnte sich die Corona-Pandemie allerdings deutlicher im Finanzhaushalt widerspiegeln, wird Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne) zitiert.

Der städtische Finanz- und Aufgabenplan sieht für die Jahre 2021 bis 2024 bisher jährliche Defizite zwischen 185,4 Millionen und 241,3 Millionen Franken vor.

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