Versetzte Rotbuche in Schlieren muss nun doch gefällt werden

16.5.2019 - 11:03, SDA

Die rund 80-jährige Rotbuche in Schlieren, die wegen dem Bau der Limmattalbahn in einer vielbeachteten Aktion versetzt worden ist, muss nun doch gefällt werden. Der Baum ist in schlechtem Zustand.

Die Rotbuche konnte am neuen Standort weniger Wasser aufnehmen als bisher, da der Wurzelballen für den Transport verkleinert werden musste. Der vergangene Sommer bedeutete zusätzlichen Stress. Obwohl die Pflege bereits im Sommer 2018 intensiviert wurde, zeigte sich nun, dass der Baum nicht überlebt.

Aus Sicherheitsgründen müsse der Baum leider in den kommenden Wochen gefällt werden. Es bestehe die Gefahr herabfallender Äste. Der Schlieremer Stadtrat bedauert den Verlust sehr, wie er am Donnerstag mitteilte. Bei der Neugestaltung des Stadtparks will er aber für geeigneten Ersatz sorgen. Wie das Holz des Baumes verwendet wird, ist noch offen.

Baumkrone hätte Fahrleitungen gestört

Die Schlieremer Rotbuche musste der Limmattalbahn weichen, weil ihre Baumkrone die Fahrleitungen gestört hätte und die Wurzeln ins Fundament der Haltestelle im Stadtzentrum geragt wären.

Die Abholzungspläne stiessen bei Teilen der Schlieremer Bevölkerung aber auf heftige Kritik. Eine Petition, die den Erhalt der Rotbuche forderte, wurde rund 4700 Mal unterzeichnet. Statt gefällt wurde der Baum schliesslich im Februar 2018 in einer aufwändigen Aktion versetzt. An seinem neuen Ort sollte der Baum später mitten im erweiterten Stadtpark stehen.

Die Limmattalbahn wird voraussichtlich ab Ende 2022 von Zürich-Altstetten über Schlieren ZH, Urdorf ZH, Dietikon ZH und Spreitenbach AG nach Killwangen AG verkehren. Eine erste Etappe, welche den Farbhof in Altstetten und Schlieren verbindet, befindet sich derzeit in Bau und wird nach den Sommerferien 2019 eröffnet.

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