Flugverkehr

Vorfall mit Kleinflugzeug in Zürich: Kompressor in Brand geraten

SDA

5.3.2020 - 15:19

Der SUST-Bericht zeigt: Wasser verursachte Kurzschluss in Kleinflugzeug.
Source: SUST

Am Zürcher Flughafen kam es im September 2018 zu einem «schweren Vorfall» mit einem Kleinflugzeug. Nach der Landung in Zürich stieg beissender Rauch auf, weil ein Kompressor während des Flugs verschmort war.

Verletzt wurde zwar niemand. Der Schreck war wohl aber gross, als die drei Passagiere, der Fluglehrer und der Flugschüler im September 2018 nach der Landung in Zürich aus dem Kleinflugzeug ausstiegen.

Sie hatten schon während der Landung Brandgeruch festgestellt. Nach dem Aussteigen sahen sie dann weissen Rauch aufsteigen. Dieser hörte erst auf, nachdem die Maschine komplett abgestellt war. Das Flugzeug wurde in einen Hangar gezogen, worauf etwa eine Stunde später eine gelartige Masse aus dem Fahrwerkschacht lief.

Rumpf voller Russ

Beim Abschrauben eines Deckels entdeckte ein Techniker daraufhin, dass der Kompressor der Klimaanlage verschmort war. Wie aus dem am Donnerstag publizierten Bericht der Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust hervorgeht, waren bei den elektrischen Anschlüssen starke Brandspuren zu sehen. Der Rumpf sei zudem voller Russ gewesen.

Dieser Brand sei höchstwahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass Wasser in den Kompressor gelangt sei und dies einen lokalen Kurzschluss verursacht habe. Wie die Sust weiter schreibt, hat der Flugzeughersteller danach Massnahmen ergriffen, um dieses technische Problem zu beseitigen. Weitere Massnahmen seien nicht notwendig.

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