Renovation

Zürcher Ensemble «Haus zum Kiel» wird für 13 Millionen renoviert

falu, sda

10.2.2021 - 19:20

Im Untergeschoss des "Haus zum Kiel" waren einst grosse Veranstaltungen möglich, wie diese Ausstellung 2004. Nach der Renovation soll das wieder möglich sein. (Archivbild)
Im Untergeschoss des "Haus zum Kiel" waren einst grosse Veranstaltungen möglich, wie diese Ausstellung 2004. Nach der Renovation soll das wieder möglich sein. (Archivbild)
Keystone

13,3 Millionen Franken hat der Zürcher Gemeinderat am Mittwoch für die Instandsetzung des Ensembles «Haus zum Kiel» am Hirschengraben gesprochen. Dort sollen bis Dezember 2022 neue Büro- und Veranstaltungsräume sowie acht Wohnungen im Hochpreissegment entstehen.

Zum Ensemble gehören die Gebäude am Hirschengraben 18a, 20 und 20a. Sie sind laut Stadtratsweisung teilweise einsturzgefährdet. Die denkmalgeschütze Liegenschaft ist deswegen bisher nur teilweise nutzbar. So diente sie etwa der Stiftung Pro Helvetia als Rochadefläche. Daneben wird sie vom Jugendkulturhaus Dynamo zwischengenutzt.

Laut Weisung soll eine Vier-Zimmer-Wohnung fast 5700 Franken kosten können. Trotz der hohen Mieten werden die Baukosten jedoch nicht vollständig gedeckt werden können.

Günstige Wohnungen unmöglich

Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne) verteidigte sich gegen den Vorwurf, die Stadt würde aus dem Nichts Luxuswohnungen bauen: Es sei bei einem derart unter Schutz stehenden Gebäude schlicht nicht möglich, günstige Wohnungen zu erstellen.

In einem Postulat forderte die AL den Stadtrat auf, zu prüfen, wie die Räume im Untergeschoss kulturell oder gemeinnützig bespielt werden können. So soll vor allem der 100 Personen fassende Saal für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Keine Abgabe im Baurecht

Eine bürgerliche Minderheit aus FDP, SVP und GLP hatte eine andere Idee für das Ensemble: Es sollte einem «interessierten Konsortium von privaten Käufern» im Baurecht abgegeben werden, die Eigentumswohnungen erstellen sollten. Dabei sollten etwa Familien mit Kindern zum Zuge kommen.

Die Bürgerlichen hätten nach einer Lösungen gesucht, die der Stadt Einnahmen statt Ausgaben bescherten. Die Gegnerschaft argumentierte, dass Private nicht billiger renovieren könnten. Familien könnten sich eine solche Wohnung kaum leisten.

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