Hütter tritt gegen Gladbach nach

«Dann müsst ihr einen Ballbesitz-Trainer holen»

dpa

5.7.2022 - 14:24

Adi Hütter
Adi Hütter kritisiert seinen ehemaligen Arbeitgeber.
Bild: Keystone

Nach seinem vorzeitigen Ausscheiden bei Borussia Mönchengladbach kritisiert Trainer Adi Hütter diverse Vorgänge in seinem Ex-Klub, welche ihm die Arbeit erschwert hätten. 

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5.7.2022 - 14:24

Hütter wartet nach seinem Aus bei den Fohlen auf ein passendes Angebot. «Ich bin nicht für alles offen, aber es gibt so viele interessante Dinge. Ich lasse alles auf mich zukommen und sehe dem Ganzen entspannt entgegen», sagte der Österreicher dem Sender Servus-TV

Seinen einjährigen Ausflug an den Niederrhein empfindet der frühere YB-Coach als Missverständnis. Besprochene Dinge seien nicht eingehalten worden, der Abschied von Sportdirektor Max Eberl habe viel Energie gekostet. «Aussergewöhnlich war für mich, dass in Gladbach vieles öffentlich gemacht wurde. Das kannte ich vorher nicht, gehört aber im Fussball dazu», hielt der 52-Jährige fest. Er habe selber auch Fehler gemacht, betont Hütter. 7,5 Millionen Euro überwies Gladbach noch im Vorjahr an Frankfurt, um ihn an Niederrhein zu locken. 



Er sehe die Aussagen von Borussias Sportdirektor Roland Virkus, dass Gladbach eine Ballbesitz-Mannschaft sei, nicht kritisch. «Man muss aber klar sagen: Dann müsst ihr einen Ballbesitz-Trainer holen. Das bin ich nicht. Ich spiele gerne das, was wir in Salzburg, in Bern, in Frankfurt gespielt haben», erklärte Hütter.

Dort hatte der 52-Jährige wesentlich mehr Erfolg als in Gladbach, wo er es in seiner 364-tägigen Amtszeit lediglich auf einen Punkteschnitt von 1,38 brachte und nach seinem Abschied auch kritische Töne von manchen Spielern in seine Richtung zu vernehmen waren.

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