Dortmunds Bellingham droht nach harscher Schiri-Kritik ein Nachspiel

lbe

5.12.2021

Jude Bellingham schoss mit seinen Aussagen wohl etwas über das Ziel.
Jude Bellingham schoss mit seinen Aussagen wohl etwas über das Ziel hinaus.
Bild: Keystone

Dortmunds Jude Bellingham droht nach seinen Aussagen nach dem Bundesliga-Klassiker gegen die Bayern ein Nachspiel. Der DFB kündigt Ermittlungen gegen den 18-Jährigen an.

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5.12.2021

Bellingham kritisierte nicht nur den für Bayern ausgesprochenen Penalty rund zehn Minuten vor Schluss, sondern auch weitere Entscheidungen von Schiedsrichter Felix Zwayer. Aber vor allem Bellinghams Anspielung auf mögliche Spielmanipulationen von Zwayer in der Vergangenheit wirft hohe Wellen.

«Du gibst einem Schiedsrichter, der schon in Spielmanipulationen verwickelt war, das grösste Spiel in Deutschland. Was erwartest du?», bemängelt der englische Nationalspieler gegenüber einem norwegischen TV-Sender. Worte, die Bellingham teuer zu stehen kommen könnten.



Strafanzeige auch gegen Ex-Schiri Gräfe?

Am Sonntag teil der DFB mit, gegen den BVB-Mittelfeldspieler zu ermitteln. «Der Kontrollausschuss wird die Äusserungen des Dortmunder Spieler Jude Bellingham auf ihre sportstrafrechtliche Relevanz prüfen», teilt Anton Nachreiner, Vorsitzender des Gremiums, auf Anfrage mit. Was dem Teenager aus Birmingham als Strafe droht, ist nicht klar. Im gravierendsten Fall wäre eine nachträgliche Sperre möglich, auch Bussgelder dürften ausgesprochen werden.

Gemäss Informationen der «Bild» soll zudem auch Schiedsrichter-Beobachter Marco Haase Strafanzeige zum einen gegen Bellingham, aber auch gegen Ex-Schiri Manuel Gräfe gestellt haben. Strafbestände seien demnach Beleidigung, Nachrede und Verleumdung. Der DFB äussert sich dazu vorerst nicht.

Der erst kürzlich abgetretene Gräfe hatte Zwayer vor Monaten wegen seiner Verwicklungen in den aufgedeckten Wettskandal von 2005 harsch kritisiert. «Wer einmal Geld angenommen und Hoyzers Manipulation ein halbes Jahr verschwiegen hat, sollte keinen Profifussball pfeifen», lautete die Botschaft von Gräfe.