Prominenter Politiker fordert Spielverbot für Kimmich und Co.

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24.11.2021

ARCHIV - 06.11.2021, Bayern, München: Fußball: Bundesliga, Bayern München - SC Freiburg, 11. Spieltag in der Allianz Arena. Joshua Kimmich von München in Aktion. (zu dpa «Kimmich droht nun Ausfall beim FC Bayern wegen Corona-Verdachtsperson») Foto: Sven Hoppe/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Sven Hoppe)
Joshua Kimmich steht derzeit im Abseits und soll sich eine Impfung inzwischen ernsthaft überlegen.
Bild: Keystone

Der FC Bayern ist wegen seinen fünf ungeimpften Fussball-Stars ein ungewolltes Dauerthema auf Nebenschauplätzen. Während zwei Spieler sich inzwischen den ersten Piks verabreichen haben lassen, stehen für die anderen Forderungen im Raum, die ihre Karriere ins Stocken bringen.

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24.11.2021

Joshua Kimmich (26), Michael Cuisance (22), Jamal Musiala (18), Eric Maxim Choupo-Moting (32) und Serge Gnabry (26). Sie befinden sich alle in Quarantäne, da sie nicht geimpft sind und es bei den Bayern Corona-Fälle gab. Deshalb fehlten sie ihrem Arbeitgeber auch am Dienstagabend beim 2:1-Sieg der Münchner in der Champions League in Kiew.

Ihre Absenzen haben Auswirkungen auf die Gehaltsabrechnungen des Quintetts. Für die Zeit der Quarantäne behalten die Bayern bei ungeimpften Spielern das Gehalt ein – in Kimmichs Fall ist durchgedrungen, dass er sich pro Woche eine Summe 384 000 Euro ans Bein streichen muss.



Gnabry und Musiala haben nun den ersten Piks

Mit diesen Konsequenzen und dem weiter steigenden Druck konfrontiert, sind die ersten nun eingeknickt . Wie der «Kicker» schreibt, hätten sich Gnabry und Musiala umstimmen und sich ihren ersten Piks inzwischen verabreichen lassen. Die beiden aktuellen deutschen Nationalspieler bringen sich damit bei der breiten Öffentlichkeit aus der Schusslinie.



Umso mehr gerät nun Kimmich noch mehr ins Visier. Der aktuell vielleicht beste deutsche Fussballer hatte die ganzen Diskussionen um geimpfte und ungeimpfte Fussballer mit seinem Geständnis, dass er nicht geimpft ist, weil er Bedenken habe, was die Langzeitstudien betreffe, vor einem Monat eröffnet und befeuert. 

«Wenn du dich nicht impfen lässt, spielst du nicht»

Am Dienstagabend wurde der «Fall Kimmich» im Beisein von einem Millionen-Publikum im Talk auf ZDF bei Markus Lanz ein weiteres Mal heftig diskutiert. Unter den Gästen war auch der prominente Politiker Friedrich Merz, Kandidat auf den Posten als nächster CDU-Vorsitzender. Und er brachte ein mögliches vorübergehendes Berufsverbot für Kimmich und Co. ins Spiel.

Merz: «Man kann ihm sagen: Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder lässt du dich impfen – dann spielst du. Oder du lässt dich nicht impfen – dann spielst du nicht. Konsequent. Dieses Land muss jetzt irgendwann mal konsequent sein.» Das gelte sowohl für Profisportler, als auch für Politiker. Nicht Geimpften müsse man sagen: «Okay, aber dann nehmt ihr hier am öffentlichen Leben nicht mehr teil.»

Immerhin schreibt «Bild», dass sie Informationen hätten, dass sich Kimmich und auch Cuisance inzwischen eine Impfung ernsthaft überlegen. Zeit dafür, sich über das Thema schlau zu machen, haben sie aktuell in der Quarantäne ja genug. Bei Choupo-Moting wird das vorerst dagegen nicht nötig sein. Der FC Bayern hat heute vermeldet, dass sich der kamerunische Internationale mit dem Virus infiziert hat. Er fällt damit noch etwas länger aus, wird danach aber den Status «Genesen» haben. So ist es ihm zumindest zu wünschen.