National League

ZSC Lions verlieren erstmals seit 17 Jahren fünfmal in Folge

ck, sda

20.1.2023 - 22:15

Seit drei Wochen im Amt und schon arg in der Krise: der Trainer-Rückkehrer Marc Crawford bei den ZSC Lions
Seit drei Wochen im Amt und schon arg in der Krise: der Trainer-Rückkehrer Marc Crawford bei den ZSC Lions
KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Die Flitterwochen mit dem Coach-Rückkehrer Marc Crawford an der Bande dauern für die ZSC Lions nur kurz. Nach zwei Siegen zum Start ist das 1:2 in Lugano nun die fünfte Niederlage in Folge.

ck, sda

20.1.2023 - 22:15

Die Flitterwochen mit dem Coach-Rückkehrer Marc Crawford an der Bande dauern für die ZSC Lions nur kurz. Nach zwei Siegen zum Start ist das 1:2 in Lugano nun die fünfte Niederlage in Folge.

In den letzten fünf Partien gewannen die Lions nicht einmal mehr einen Punkt. Eine solche Pleitenserie erlebten die Zürcher letztmals in der Saison 2005/2006. Den Siegtreffer zum 2:0 der Tessiner erzielte in der 34. Minute Marco Müller einen Tag vor seinem 28. Geburtstag.

Geburtstagsgeschenk: Einen Tag vor seinem 28. Geburtstag erzielte Marco Müller das entscheidende 2:0 für Lugano gegen die ZSC Lions
Geburtstagsgeschenk: Einen Tag vor seinem 28. Geburtstag erzielte Marco Müller das entscheidende 2:0 für Lugano gegen die ZSC Lions
KEYSTONE/TI-PRESS

Omarks erstes Overtime-Tor

Biel schaffte den Sprung an die Spitze der National League einmal mehr nicht. Nach dem 1:6-Debakel am Dienstag in Freiburg starteten die Seeländer druckvoll. Nach nur dreieinhalb Minuten führten sie dank PostFinance-Topskorer Fabio Hofer und Yanick Stampfli, der einen Tag nach seiner Vertragsverlängerung sein erstes National-League-Tor erzielte, 2:0. Giancarlo Chanton verkürzte seinerseits mit seinem ersten NL-Treffer, ehe Noah Rod fünf Minuten vor Schluss ausglich. Nach gut zwei Minuten der Verlängerung sorgte Linus Omark mit seinem ersten Overtime-Tor für den Genfer Sieg.

Der Bieler Damien Brunner (rechts) muss sich gegen den Genfer Giancarlo Chanton wehren
Der Bieler Damien Brunner (rechts) muss sich gegen den Genfer Giancarlo Chanton wehren
KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Starke Davoser Spezialteams

Der SC Bern gerät ausgerechnet in der entscheidenden Phase um die Playoff-Qualifikation wieder in eine Krise. Das 2:4 gegen den Tabellennachbarn Davos war bereits die vierte Niederlage in Folge - und das nach einer 2:0-Führung. Die Bündner drehten die Partie im Mitteldrittel dank der Spezialteams. Joakim Nordström traf in Unter-, Leon Bristedt und Dominik Egli in Überzahl.

Hier freut sich der Davoser Dominik Egli über sein Führungstor zum 3:2 in Bern gegen den SCB
Hier freut sich der Davoser Dominik Egli über sein Führungstor zum 3:2 in Bern gegen den SCB
KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Lausanne wieder einmal erfolgreich

Der ambitionierte Lausanne HC wahrt sich seine Chance, wenigstens den 10. Platz und damit die Vor-Playoffs zu erreichen. Im siebten Spiel seit dem Jahreswechsel blieben sie gegen die SCL Tigers erst zum zweiten Mal siegreich (5:0). Damit endete auch das dritte Duell der beiden Teams auf den Plätzen 13 und 12, die nur noch durch zwei Punkte getrennt sind, mit einem Heimsieg. Am Samstag wird Lausanne diesen Trend im «Rückspiel» stoppen müssen. Mit Guillaume Maillard und Marco Pedretti erzielten eher ungewohnte Torschützen die vorentscheidenden Treffer zum 2:0 bereits in den ersten zwölf Minuten.

Endlich wieder einmal Jubel: Lausanne wahrte seine Chancen auf die Playoffs mit einem 5:0 gegen die SCL Tigers
Endlich wieder einmal Jubel: Lausanne wahrte seine Chancen auf die Playoffs mit einem 5:0 gegen die SCL Tigers
KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

Unverwüstlicher Sprunger reicht nicht

Der EV Zug reagierte im Stil eines Champions auf das unglückliche Aus im Champions-League-Halbfinal. Der in der Meisterschaft bisher enttäuschende Titelverteidiger gewann das im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation wichtige Duell gegen Fribourg-Gottéron 5:3. Der unverwüstliche Julien Sprunger glich in seiner 20. Saison für Fribourg im Schlussdrittel mit seinem 55. Doppelpack - kein aktiver Spieler hat annähernd so viele - aus, doch Zug reagierte postwendend.

Der Zuger Samuel Kreis (links) im Fight mit dem Freiburger Christoph Bertschy
Der Zuger Samuel Kreis (links) im Fight mit dem Freiburger Christoph Bertschy
KEYSTONE/URS FLUEELER

Kloten beendet schwarze Serie

Der EHC Kloten gewann erstmals seit Oktober 2016 und neun Niederlagen wieder einmal in Ambri-Piotta (3:2). Zweimal glichen die Leventiner aus, erst der zweite Treffer von Arttu Ruotsalainen in der 52. Minute sicherte dem Aufsteiger den vierten Erfolg hintereinander.

Klotens Jonathan Ang (rechts) gegen Ambris Tim Heed
Klotens Jonathan Ang (rechts) gegen Ambris Tim Heed
KEYSTONE/POSTFINANCE

Rapperswil-Jona stoppt Ajoie

Die Rapperswil-Jona Lakers stoppten im Duell zweier formstarker Teams den Lauf des Schlusslichts Ajoie (sechs Siege aus den letzten acht Spielen). Die Entscheidung zum 4:1 fiel durch drei Tore im Schlussdrittel.

Ein Schritt schneller als die Gegner von Ajoie: Rapperswil-Jonas Fabian Maier setzt sich gegen Frédéric Gauthier durch
Ein Schritt schneller als die Gegner von Ajoie: Rapperswil-Jonas Fabian Maier setzt sich gegen Frédéric Gauthier durch
KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Sämtliche Partien werden am Samstag oder Sonntag – mit umgekehrtem Heimrecht – gleich wiederholt.


Telegramme

Biel – Genève-Servette 2:3 (2:0, 0:1, 0:1, 0:1) n.V.

6133 Zuschauer. – SR Tscherrig/Dipietro, Obwegeser/Burgy. – Tore: 2. Hofer (Haas, Grossmann) 1:0. 4. Stampfli (Rajala, Kessler) 2:0. 28. Chanton (Hartikainen) 2:1. 56. Rod (Praplan) 2:2. 63. Omark (Praplan) 2:3. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Biel, 1mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. – PostFinance-Topskorer: Hofer; Winnik.

Biel: Säteri; Rathgeb, Lööv; Jakowenko, Grossmann; Delémont, Forster; Stampfli; Kessler, Sallinen, Rajala; Hofer, Haas, Olofsson; Brunner, Cunti, Künzle; Froidevaux, Schläpfer, Tanner; Bärtschi.

Genève-Servette: Mayer; Karrer, Tömmernes; Völlmin, Le Coultre; Chanton, Auvitu; Maurer; Miranda, Pouliot, Winnik; Hartikainen, Jooris, Omark; Praplan, Richard, Rod; Antonietti, Smirnovs, Bertaggia; Berthon.

Bemerkungen: Biel ohne Hischier, Schneeberger (beide verletzt) und Sheahan (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Filppula, Jacquemet und Vatanen (alle verletzt).


Lugano – ZSC Lions 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)

4653 Zuschauer. – SR Wiegand/Ströbel, Wolf/Urfer. – Tore: 4. Arcobello (Connolly, Morini) 1:0. 34. Marco Müller (Alatalo, Klok) 2:0. 38. Lammikko (Weber, Bodenmann) 2:1. – Strafen: je 5mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Connolly; Wallmark.

Lugano: Schlegel; Alatalo, Klok; Riva, Mirco Müller; Villa, Wolf; Näser; Carr, Marco Müller, Granlund; Connolly, Arcobello, Morini; Fazzini, Thürkauf, Josephs; Walker, Herburger, Zanetti; Gerber.

ZSC Lions: Hrubec; Weber, Phil Baltisberger; Kukan, Geering; Trutmann, Lehtonen; Guebey; Chris Baltisberger, Azevedo, Texier; Riedi, Wallmark, Andrighetto; Bodenmann, Lammikko, Hollenstein; Bachofner, Sigrist, Schäppi; Sopa.

Bemerkungen: Lugano ohne Andersson, Guerra (beide krank), Vedova (verletzt), Bennett und Koskinen (beide überzählige Ausländer), ZSC Lions ohne Marti, Waeber (beide verletzt) und Roe (überzähliger Ausländer). ZSC Lions ab 58:38 ohne Torhüter.


Bern – Davos 2:4 (2:0, 0:3, 0:1)

15'383 Zuschauer. – SR Lemelin (CAN)/Hürlimann, Altmann/Gurtner. – Tore: 6. Kahun (Ennis, Sceviour) 1:0. 14. Scherwey (Bärtschi, Untersander) 2:0. 25. Nordström (Unterzahltor!) 2:1. 35. Bristedt (Powerplaytor) 2:2. 40. (39:11) Dominik Egli (Corvi/Powerplaytor) 2:3. 59. Ambühl (Nordström) 2:4 (ins leere Tor). – Strafen: je 4mal 2 Minuten.

Bern: Wüthrich; Goloubef, Zgraggen; Untersander, Füllemann; Pinana, Beat Gerber; Molina; DiDomenico, Lindberg, Bader; Sceviour, Kahun, Ennis; Bärtschi, Vermin, Scherwey; Fahrni, Baumgartner, Fuss; Ritzmann.

Davos: Senn; Fora, Dahlbeck; Nygren, Barandun; Dominik Egli, Paschoud; Minder; Stransky, Corvi, Ambühl; Schmutz, Nordström, Bristedt; Wieser, Rasmussen, Nussbaumer; Canova, Chris Egli, Knak; Hammerer.

Bemerkungen: Bern ohne Gelinas, Colin Gerber, Mika Henauer, Lehmann, Loeffel und Moser (alle verletzt), Davos ohne Frehner, Jung, Prassl und Wellinger (alle verletzt). Bern von 57:32 bis 58:59 ohne Torhüter.


Zug – Fribourg-Gottéron 4:3 (0:0, 2:0, 2:3)

7200 Zuschauer. – SR Borga/Holm (SWE), Cattaneo/Duc. – Tore: 32. Herzog (Djoos/Powerplaytor) 1:0. 39. Simion (Cehlarik) 2:0. 44. Sprunger (Powerplaytor) 2:1. 48. Sprunger (Desharnais, Mottet/Powerplaytor) 2:2. 55. Herzog (Simion, Martschini/Powerplaytor) 3:2. 57. (56:26) Martschini (Powerplaytor) 4:2. 58. (57:17) Sörensen (Desharnais/Unterzahltor!) 4:3 (ohne Torhüter). – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. – PostFinance-Topskorer: Kovar; Bertschy.

Zug: Genoni; Gross, Djoos; Schlumpf, Geisser; Kreis, Stadler; Nussbaumer; Simion, Kovar, Herzog; Martschini, O'Neill, Cehlarik; Klingberg, Senteler, Allenspach; Abdelkader, Leuenberger, Suri; Zehnder.

Fribourg-Gottéron: Hughes; Gunderson, Jecker; Vainio, Chavaillaz; Sutter, Dufner; Seiler; Bertschy, Schmid, Marchon; Bykow, Walser, Jörg; Mottet, Desharnais, Kuokkanen; Sprunger, De la Rose, Sörensen; Rossi.

Bemerkungen: Zug ohne Almquist, Hansson und Hofmann (alle verletzt), Fribourg-Gottéron ohne Berra und Diaz (beide verletzt). Fribourg-Gottéron von 56:56 bis 57:17, 57:42 bis 58:40 und 58:47 bis 59:30 ohne Torhüter.


Ajoie – Rapperswil-Jona Lakers 1:4 (0:1, 1:0, 0:3)

4520 Zuschauer. – SR Stolc (SVK)/Kohlmüller (GER), Steenstra (CAN)/Francey. – Tore: 4. Aberg (Cervenka, Profico) 0:1. 23. Gauthier (Devos/Powerplaytor) 1:1. 50. Noreau (Cervenka/Powerplaytor) 1:2. 55. Rowe (Cervenka, Noreau) 1:3. 58. Albrecht (Noreau, Schroeder) 1:4 (ins leere Tor). – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Ajoie, 6mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers. – PostFinance-Topskorer: Devos; Cervenka.

Ajoie: Wolf; Pouilly, Brennan; Birbaum, Pilet; Hauert, Fey; Thiry; Arnold; Asselin, Gauthier, Bozon; Hazen, Devos, Schmutz; Sciaroni, Frossard, Romanenghi; Huber, Macquat, Vouillamoz.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Noreau, Maier; Vouardoux, Profico; Aebischer, Djuse; Baragano; Aberg, Rowe, Cervenka; Moy, Schroeder, Wetter; Zangger, Albrecht, Cajka; Lammer, Dünner, Forrer.

Bemerkungen: Ajoie ohne Bakos, Derungs, Garessus, Gauthier-Leduc und Rouiller (alle verletzt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Alge, Elsener, Jensen (alle verletzt) und Jordan (überzähliger Ausländer). Ajoie von 57:08 bis 57:46 ohne Torhüter.


Ambri-Piotta – Kloten 2:3 (0:1, 1:0, 1:2)

6682 Zuschauer. – SR Stricker/Hungerbühler, Kehrli/Meusy. – Tore: 8. Ness (Reinbacher) 0:1. 31. Heed (Pestoni, Bürgler/Powerplaytor) 1:1. 47. Ruotsalainen (Reinbacher, Kellenberger) 1:2. 50. Kneubuehler (Formenton/Unterzahltor!) 2:2. 52. Ruotsalainen (Ekestahl-Jonsson) 2:3. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten gegen Kloten. – PostFinance-Topskorer: Spacek; Ang.

Ambri-Piotta: Juvonen; Heed, Isacco Dotti; Virtanen, Fischer; Fohrler, Zaccheo Dotti; Zündel, Burren; Bürgler, Heim, Kneubuehler; Chlapik, Spacek, Formenton; Pestoni, Grassi, Zwerger; Hofer, Trisconi, Eggenberger.

Kloten: Zurkirchen; Reinbacher, Kellenberger; Ekestahl-Jonsson, Randegger; Nodari, Steiner; Kindschi; Ang, Aaltonen, Ruotsalainen; Simic, Faille, Marchon; Meyer, Lindemann, Schreiber; Obrist, Ness, Loosli; Derungs.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Kostner (verletzt) und McMillan (überzähliger Ausländer), Kloten ohne Dostoinov, Riesen, Schmaltz (alle verletzt), Bougro, Capaul und Peltonen (alle krank). Ambri-Piotta ab 58:43 ohne Torhüter.


Lausanne – SCL Tigers 5:0 (2:0, 0:0, 3:0)

6330 Zuschauer. – SR Piechaczek (GER)/Urban (AUT), Stalder/Huguet. – Tore: 10. Maillard (Hügli) 1:0. 12. Pedretti (Genazzi) 2:0. 48. Jäger (Bozon, Raffl) 3:0. 58. Sekac (Frick) 4:0 (ins leere Tor). 60. (59:59) Raffl (Sidler) 5:0. – Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Lausanne, 3mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. – PostFinance-Topskorer: Kovacs; Michaelis.

Lausanne: Laurikainen; Gernat, Frick; Glauser, Genazzi; Sidler, Jelovac; Holdener, Marti; Bozon, Jäger, Raffl; Hügli, Maillard, Pedretti; Kovacs, Audette, Kenins; Riat, Fuchs, Sekac.

SCL Tigers: Boltshauser; Lepistö, Schilt; Saarijärvi, Grossniklaus; Cadonau, Zryd; Guggenheim; Schmutz, Michaelis, Pesonen; Rohrbach, Eakin, Saarela; Lapinskis, Diem, Douay; Berger, Neuenschwander, Sturny; Weibel.

Bemerkungen: Lausanne ohne Almond, Emmerton, Heldner, Krakauskas (alle verletzt), Panik und Salomäki (beide überzählige Ausländer), SCL Tigers ohne Salzgeber (krank). SCL Tigers von 56:56 bis 57:42 ohne Torhüter.

ck, sda