Brunner: «Frölunda ist wohl die stärkste Mannschaft in Europa»

3.12.2019 - 08:00, Luca Betschart

Steht mit dem EHC Biel in der Champions Hockey League vor einer schwierigen Aufgabe: Damien Brunner. 
Bild: Keystone

Am Dienstag kämpfen mit Zug, Biel und Lausanne drei Schweizer Mannschaften um den Halbfinal-Einzug in der Champions Hockey League. «Bluewin» hat vor den Hinspielen mit Biel-Stürmer Damien Brunner gesprochen.

Da waren es nur noch acht. Heute geht es in der Champions Hockey League mit den Viertelfinal-Hinspielen endgültig in die heisse Phase des Wettbewerbs – und noch immer ist die Schweizer National League mit drei Mannschaften zahlreich vertreten. Während sich der EV Zug mit Mountfield HK aus Tschechien duelliert, bekommen es Lausanne und Biel mit schwedischen Spitzenklubs zu tun.

Es ist kein Zufall, dass es im Kampf um die Halbfinal-Plätze zu zwei direkten schweiz-schwedischen Duellen kommt. Denn: Neben der National League stellt auch die schwedische Liga im Viertelfinal noch drei verbleibende Vertreter. Tabellenführer und Bern-Bezwinger Luleå trifft auf Lausanne, Frölunda misst sich mit dem EHC Biel. «Teleclub» spricht vor dem Hinspiel mit Biel-Stürmer Damien Brunner über die bevorstehende Aufgabe.


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Damien Brunner, Sie legten gegen Rapperswil am Sonntag ein traumhaftes Comeback nach langer Verletzungspause hin und waren mit zwei Toren gleich Matchwinner. Wo sehen Sie die Gründe für die starke Rückkehr?

Ich hatte einen langen und guten Aufbau, wurde gut unterstützt. So konnte ich die Verletzung gut überwinden und gesund wieder einsteigen. Und man muss schon sagen: Beim ersten Tor (nach zehn gespielten Minuten, Anm. d. Red.) bin ich super eingesetzt worden von meinen Linienkollegen – das gab sofort Aufwind und erleichterte die Sache im Anschluss.

Der EHC Biel spielt bisher eine gute Saison und ist sowohl im Schweizer Cup als auch in der Champions Hockey League noch vertreten. Was macht Ihre Mannschaft so stark?

Ja, dass wir überall noch dabei sind, ist sehr erfreulich. Und das trotz sehr vielen Verletzten. Der Coaching Staff griff oft auf junge Spieler zurück und schenkte ihnen das Vertrauen – und egal wer spielte, wir waren in jedem Spiel bereit und gegen jeden Gegner konkurrenzfähig. Wenn du merkst, dass du mit jeder Mannschaft mithalten kannst, gibt das enorm viel Selbstvertrauen. Und was auch sehr wichtig ist: Unsere beiden Goalies (Hiller und Paupe, Anm. d. Red.) spielen unglaubliches Hockey und halten uns in jedem Spiel.

Wie macht sich die Dreifach-Belastung mit Meisterschaft, Cup und Champions League bemerkbar?   

Für die, die alle Spiele gespielt haben, zerrt das sicherlich ein wenig an den Kräften. Es ist intensiv, aber weil bei uns auch immer vier Linien zum Einsatz kommen, ging das bisher gut. Der Trainer arbeiten zudem gut mit den freien Tagen. Wenn der Körper überlastet ist, werden die Tage zur Erholung genutzt und kein Druck mit unnötigen Trainingseinheiten aufgebaut. Das wurde bisher sicher gut geregelt vom ganzen Verein.

Da wir in der Meisterschaft vorne mitspielen, mussten wir auch nicht gross forcieren, sondern konnten immer auf alle Spieler zurückgreifen, die zur Verfügung standen. Abstriche gab es keine – bis auf die eine oder andere Trainingseinheit, die dadurch wegfiel.

Im Viertelfinal der Champions League wartet Frölunda. Was erwarten Sie vom schwedischen Top-Klub? 

Frölunda ist ein sehr starker Gegner. Sie gewannen zweimal die Champions League in den letzten Jahren. Es ist wohl die stärkste Mannschaft in Europa, mit dem besten Ausbildungsprogramm. Seit Jahren ist dieser Klub ein Vorreiter und eine Talentschmiede. Sie haben eine sehr talentierte Mannschaft mit sehr starken Special-Teams. Sie spielen unglaubliches Hockey und machen ihr Pressing auf dem ganzen Spielfeld – das macht es dem Gegner sehr schwer.

Wie stehen die Chancen?

Es ist eine riesige Herausforderung und eine Freude, gegen so einen guten Gegner spielen zu können. So sehen wir, wo wir stehen und was noch fehlt. Oder auch, wie gut wir mit so einer Drucksituation umgehen können. Für unseren Klub ist es wichtig, dass wir in solchen Spielen mithalten und den nächsten Schritt machen können. Das ist eine sehr gute Challenge für uns als Mannschaft. Und gut für uns, dass wir noch überall dabei sind und jetzt die Chance haben, gegen die richtig guten Teams zu spielen.

Haben Sie sich speziell auf diesen «unbekannten» Gegner aus einer ausländischen Liga vorbereitet?

Speziell vorbereiten konnten wir uns bis gestern nicht, da wir einfach im Meisterschafts-Rhythmus waren und der Fokus dort lag. Aber bis jetzt sind wir gut gefahren, wenn wir mit gesundem Selbstvertrauen und einer gewissen Lockerheit in diese Spiele gingen – und uns so auf die eigenen Stärken fokussiert haben. Wir werden sicher noch ein paar Punkte anschauen und dann hoffen wir, dass wir ihnen Paroli bieten können.

Mit welchem Ziel geht der EHC Biel ins Hinspiel?

Wir wollen gewinnen, jetzt sind wir im Viertelfinal. Wir wissen, dass die Hürde sehr hoch ist. Aber wenn wir mal so weit sind, dann setzen wir natürlich auch alles daran, dass wir uns eine gute Ausgangslage für das Heimspiel verschaffen können.


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