National League

EVZ gewinnt tormageres Spitzenspiel dank Martschini in der Verlängerung

sda/mal

16.1.2022

Zugs Sven Senteler, links, kaempft um den Puck gegen Zuerichs Torhueter Jakub Kovar, rechts, im Eishockeyspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem EV Zug am Sonntag, 16. Januar 2022, im Zuercher Hallenstadion. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
EVZ-Stürmer Sven Senteler scheitert an ZSC-Goalie Jakub Kovar.
Bild: Keystone

Zug gewinnt das Spitzenspiel gegen die ZSC Lions mit 1:0 nach Verlängerung. Lino Martschini trifft als einziger in der tormageren Partie. Lugano verliert derweil gegen Biel 2:3 und kassiert die dritte Niederlage in Folge.

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16.1.2022

Nach sieben Siegen in Folge haben die ZSC Lions erstmals wieder ein Spiel verloren. Es brauchte indes den Meister aus Zug, um die Siegesserie der Zürcher zu beenden. In einem spannenden und intensiven, aber torarmen Spiel setzten sich die Zuger schliesslich mit 1:0 nach Verlängerung durch. Lino Martschini gelang der goldene Treffer.

Die 63. Minute hatte es in sich. Zuerst scheiterte ZSC-Topskorer Denis Malgin am Pfosten, denn darauffolgenden Konter schloss Martschini mit dem Siegtreffer für den EVZ ab. Der 28-jährige Flügelstürmer traf bereits zum dritten Mal in der laufenden Meisterschaft in der Overtime.

Erfolgreiche Zuger Choaches Challenge nach Krügers Tor

Die entscheidende Minute fasst das Spiel perfekt zusammen, es war eine Partie, die auf beide Seiten hätte kippen können. Die zwei Teams verteidigten äusserst diszipliniert und neutralisierten sich weitgehend. Zwar hatten beide Mannschaften einige gute Chancen, doch präsentierte sich sowohl der Zuger Goalie Leonardo Genoni als auch dessen Antipode Jakub Kovar, der Bruder von EVZ-Stürmer Jan Kovar in Topform.

Ersterer feierte dank 24 Paraden seinen dritten Shutout in dieser Saison. Schon am Samstag gegen Lugano (5:0) hatte der EVZ keinen Gegentreffer zugelassen - da hütete Luca Hollenstein das Tor der Zuger.

Eine umstrittene Szene spielte sich in der 53. Minute ab. Nachdem Marcus Krüger das vermeintliche 1:0 für die Lions gelungen war, nahmen die Gäste eine Coaches Challenge. Sie monierten eine Goaliebehinderung und bekamen Recht. Schon das erste Saisonduell gegen den ZSC hatten die Zuger in der Verlängerung gewonnen, damals jedoch fielen in der regulären Spielzeit acht Tore. Im Hallenstadion war es der vierte Sieg in Serie für den Titelverteidiger.

Biel mit fünftem Sieg in Serie

Biel baute die Siegesserie auf fünf Spiele aus. Die Seeländer drehten in Lugano im letzten Drittel ein 1:2 in ein 3:2. Beide Tore erzielten die Gäste im Powerplay: In der 48. Minute war Verteidiger Alexander Yakovenko erfolgreich, sieben Minuten später Toni Rajala, der seinen 17. Treffer in der laufenden Meisterschaft erzielte.

Zuvor hatte Mark Arcobello die Bianconeri zweimal in Führung (7./38.) gebracht, für das 1:1 (35.) zeichnete Mike Künzle verantwortlich. Das 2:1 nach 40 Minuten ging in Ordnung, doch steigerten sich die Bieler, die Lugano zum vierten Mal in Folge bezwangen, zum dritten Mal in dieser Saison. Somit verloren die Südtessiner auch die dritte Partie im neuen Jahr. Am Samstag hatte es in Zug eine 0:5-Niederlage abgesetzt.

Lausanne 2022 noch ungeschlagen

Lausanne ist in dieser Saison den eigenen Ansprüchen bisher nicht gerecht geworden. Dennoch hielten die Verantwortlichen an Trainer John Fust fest. Die Geduld zahlt sich aktuell aus, jedenfalls entschieden die Waadtländer auch das dritte Spiel in diesem Jahr zu ihren Gunsten – 3:2 zu Hause gegen Ambri-Piotta. Der LHC gewann zum ersten Mal in der laufenden Meisterschaft drei Partien hintereinander.

Die Gastgeber legten früh die Basis zu den drei Punkten. Jiri Sekac mit einem Ablenker im Powerplay und Ken Jäger trafen innert 88 Sekunden zum 2:0 (8.), worauf Ambris Goalie Damiano Ciaccio durch Benjamin Conz ersetzt wurde. Nach dem Leventiner Anschlusstreffer durch Dominic Zwerger (27.) brachte Benjamin Baumgartner den LHC in der 33. Minute wieder mit zwei Toren in Führung.

Mehr als das 2:3 (51.) liess Lausanne in der Folge nicht mehr zu - den Treffer erzielte der von den Rapperswil-Jona Lakers ausgeliehene Steve Moses, der nach einem Achillessehnenriss erst zum zweiten Mal in dieser Saison spielte. Die Waadtländer feierten den zehnten Sieg in den letzten elf Duellen gegen Ambri.

Telegramme

ZSC Lions - Zug 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:1) n.V.

9328 Zuschauer. - SR Stricker/Hürlimann, Altmann/Urfer.
Tor: 63. Martschini (Jan Kovar) 0:1.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 5mal 2 Minuten gegen Zug.

ZSC Lions: Jakub Kovar; Weber, Geering; Noreau, Marti; Trutmann, Phil Baltisberger; Guebey; Pedretti, Malgin, Denis Hollenstein; Azevedo, Krüger, Quenneville; Diem, Sigrist, Andrighetto; Chris Baltisberger, Schäppi, Aeschlimann; Riedi.

Zug: Genoni; Schlumpf, Kreis; Cadonau, Djoos; Hansson, Wüthrich; Nussbaumer; Martschini, Jan Kovar, Simion; Klingberg, Senteler, Zehnder; Allenspach, Lander, Herzog; Suri, Leuenberger, De Nisco; Hofer.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Bodenmann, Morant (beide verletzt), Sopa (krank) und Roe (überzähliger Ausländer), Zug ohne Bachofner, Gross, Müller und Stadler (alle verletzt).

Lugano - Biel 2:3 (1:0, 1:1, 0:2)

3602 Zuschauer. - SR Wiegand/Ströbel, Schlegel/Kehrli.
Tore: 7. Arcobello (Loeffel, Müller) 1:0. 35. Künzle (Stampfli, Cunti) 1:1. 38. Arcobello (Morini, Thürkauf) 2:1. 48. Yakovenko (Sallinen/Powerplaytor) 2:2. 55. Rajala (Powerplaytor) 2:3.
Strafen: 6mal 2 Minuten plus Spieldauer (Loeffel) gegen Lugano, 3mal 2 Minuten gegen Biel.

Lugano: Schlegel; Loeffel, Müller; Alatalo, Riva; Chiesa, Wolf; Nodari, Traber; Josephs, Arcobello, Carr; Fazzini, Thürkauf, Bertaggia; Morini, Herburger, Boedker; Vedova, Walker, Stoffel.

Biel: van Pottelberghe; Stampfli, Lööv; Yakovenko, Grossmann; Schneeberger, Forster; Delémont; Hischier, Haas, Rajala; Brunner, Cunti, Künzle; Kessler, Sallinen, Hofer; Kohler, Froidevaux, Trettenes; Schläpfer.

Bemerkungen: Lugano ohne Herren (verletzt), Guerra (krank) und Irving (überzähliger Ausländer), Biel ohne Fey, Hügli, Rathgeb (alle verletzt), Karaffa und Korpikoski (beide krank). Lugano von 57:49 bis 58:47 und ab 59:21 ohne Torhüter.

Lausanne - Ambri-Piotta 3:2 (2:0, 1:1, 0:1)

5555 Zuschauer. - SR Hebeisen/Fluri, Stalder/Huguet.
Tore: 6. Sekac (Gernat, Genazzi/Powerplaytor) 1:0. 8. Maillard (Genazzi, Holdener) 2:0. 27. Zwerger (Pestoni, Grassi) 2:1. 34. Baumgartner (Frick, Glauser) 3:1. 51. Moses (Fora, McMillan) 3:2.
Strafen: je 5mal 2 Minuten.

Lausanne: Stephan; Heldner, Frick; Marti, Gernat; Glauser, Genazzi; Krueger, Holdener; Paré, Fuchs, Sekac; Riat, Bertschy, Almond; Baumgartner, Emmerton, Bozon; Jäger, Maillard, Douay.

Ambri-Piotta: Ciaccio (8. Conz); Fora, Isacco Dotti; Hietanen, Burren; Fohrler, Fischer; Hächler, Zaccheo Dotti; Moses, Regin, Zwerger; Bürgler, Heim, Kneubuehler; Pestoni, Grassi, McMillan; Trisconi, Kostner, Bianchi.

Bemerkungen: Lausanne ohne Frolik (überzähliger Ausländer), Ambri-Piotta ohne D'Agostini (überzähliger Ausländer). Ambri-Piotta von 58:21 bis 59:19 und ab 59:47 ohne Torhüter.