Spiel 1 nach Del Curto: Davos scheitert im Cup an den Lakers

Teleclub

27.11.2018

Davos verliert das Spiel 1 nach dem Ende der Ära Arno Del Curto. Die Liga-Vorletzte unterliegt dem Cup-Titelverteidiger und National-League-Letzten Rapperswil-Jona mit 3:4 nach Verlängerung. Bern gelingt eine dramatische Wende.


Die Halbfinals sind ausgelost (Spiele am 19. Dezember 2018)
SC Bern – EV Zug
Rapperswil-Jona Lakers – SCL Tigers


Alle Video-Highlights des Abends

Der komplette Stream der Partie HC Davos – Rapperswil-Jona Lakers


Davos verliert Spiel 1 nach Ära Del Curto

Andri Spiller erzielte nach 61:24 Minuten entgegen dem Spielverlauf den Siegtreffer für Rapperswil-Jona. Davor hatten die mehrheitlich tonangebenden Bündner vorab im Finish der regulären Spielzeit dem Sieg deutlich näher gestanden.

Mit dem 18-jährigen HCD-Verteidiger Julian Payr erzielte überdies ein Österreicher mit Schweizer Lizenz sein erstes Pflichtspiel-Tor für das Fanionteam der Bündner. Payr traf zum 3:3. Davor hatte Dino Wieser bei einem Solo-Abschluss (3:3) an den Pfosten schon eine Top-Möglichkeit zum 3:3 vergeben.

Das von Remo Gross gecoachte Davos hatte im Startdrittel zudem auf einen frühen 0:2-Rückstand reagiert und noch bis Drittelsende ausgleichen können. Die Lakers gewannen damit auch die Revanche des Cupfinals der letzten Saison. Anfang Februar hatten sich die Lakers vor eigenem Publikum mit 7:2 durchgesetzt.

Davos - Rapperswil-Jona Lakers 3:4 (2:2, 0:1, 1:0, 0:1) n.V.

2689 Zuschauer. - SR Wiegand/Urban (AUT), Fuchs/Castelli. - Tore: 10. Wellman (Kristo, Gilroy/Ausschluss Frehner, Heldner) 0:1. 11. 11. Hüsler (Schmuckli, Iglesias/Ausschluss Heldner) 0:2. 15. Meyer (Aeschlimann, Ambühl/Ausschluss Berger) 1:2. 19. Marc Wieser (Lindgren) 2:2. 22. Kristo (Gilroy, Profico) 2:3. 50. Payr (Pestoni) 3:3. 50. Payr (Pestoni) 3:3. 62. (61:24) Spiller (Profico) 3:4. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Davos, 5mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers.

Davos: Senn; Du Bois, Jung; Heldner, Barandun; Buchli, Payr; Marc Wieser, Lindgren, Ambühl; Pestoni, Bader, Hischier; Frehner, Egli, Dino Wieser; Kessler, Aeschlimann, Meyer.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Gilroy, Berger; Gähler, Profico; Iglesias, Schmuckli; Hächler, Maier; Kristo, Schlagenhauf, Wellman; Spiller, Knelsen, Casutt; Mosimann, Mason, Hüsler; Primeau, Ness, Lindemann.

Bemerkungen: Davos ohne Nygren, Corvi, Paschoud, Stoop und Rödin, Lakers ohne Helbling und Schweri (alle verletzt) sowie Aulin (überzähliger Ausländer). - Pfosten: 5. Lindemann, 25. Frehner, 35. Dino Wieser.


Kloten im Schlussspurt ausgebremst

In der letzten Saison gewann mit den Rapperswil-Jona Lakers ein Team aus der Swiss League den Schweizer Cup, Kloten wird einen ähnlichen Coup nicht schaffen. Das Team von Trainer André Rötheli verspielte im Schlussdrittel einen 3:1-Vorsprung. Santeri Alatalo traf zweimal zum Ausgleich, und 1:47 Minuten vor Schluss gelang Jesse Zgraggen mit einem wuchtigen Schuss von der blauen Linie der Siegtreffer.

Zuvor hatte Kloten in Überzahl den Siegtreffer selber verpasst. Matchwinner hätte mit zwei Toren im Mitteldrittel Romano Lemm werden können. Am Ende gelang der zweite Coup nach dem Achtelfinalsieg gegen Biel - damals wie aktuell Zug Leader der National League - nicht.

Kloten - Zug 3:4 (1:1, 2:0, 0:3)

5009 Zuschauer. - SR Salonen/Stricker, Altmann/Duarte. - Tore: 6. Klingberg (Roe) 0:1. 13. Wetli (Obrist, Back/Ausschluss McIntyre) 1:1. 26. Lemm (Marchon) 2:1. 31. Lemm (Jokinen, Sutter/Ausschluss Schnyder) 3:1. 41. (40:47) Alatalo (Roe) 3:2. 47. Alatalo (McIntyre) 3:3. 59. Zgraggen (McIntyre) 3:4. - Strafen: 0mal 2 plus 5 (Harlacher) plus 10 (Sutter) plus Spieldauer (Harlacher) Minuten gegen Kloten, 7mal 2 Minuten gegen Zug.

Kloten: Van Pottelberghe; Kellenberger, Back; Steiner, Ganz; Harlacher, Weber; Bircher; Wetli, Obrist, Jokinen; Combs, Sutter, Füglister; Lemm, Mettler, Marchon; Knellwolf, Monnet, Krakauskas; Lehmann.

Zug: Stephan (16. Aeschlimann); Thiry, Alatalo; Zryd, Zgraggen; Schlumpf, Stadler; Klingberg, Roe, Everberg; Martschini, McIntyre, Suri; Lammer, Albrecht, Simion; Schnyder, Senteler, Zehnder; Leuenberger.

Bemerkungen: Kloten ohne Kindschi (bei den SCL Tigers), Brunner und Seydoux, Zug ohne Diaz und Morant (alle verletzt). Tor von Wetli nach Coach's Challenge aberkannt (16./Offside). Tor von Jokinen nach Video-Review nicht anerkannt (18./Kickbewegung). Kloten ab 59:33 ohne Goalie.


SCB im Schlussspurt

Der SCB wahrte eine Woche nach dem Aus in der Champions League wenigstens im zweiten K.o.-Wettbewerb seine Chancen auf einen Titel - und dies in extremis. In der 59. Minute erzielte Tristan Scherwey innerhalb von 45 Sekunden die Tore vom 3:4 zum 5:4, Andrew Ebbett machte mit dem 6:4 ins leere Tor alles klar.

Unter anderem dank den ersten zwei Toren des NHL-Neuzuzugs Zach Boychuk und leichtfertigen Fehlern der Ambri-Hintermannschaft hatte der SCB nach 35 Minuten 3:1 geführt. Dann gaben die Berner aber die Geschenke zurück. Nick Plastino verkürzte im Powerplay, Dominik Kubalik glich 24 Sekunden vor dem Ende des Mitteldrittels aus und Marco Müller, der auch in der Meisterschaft am Laufmeter trifft, brachte Ambri in der 44. Minute erstmals in Führung. Diese hielt aber nicht.

Bern - Ambri-Piotta 6:4 (2:1, 1:2, 3:1)

6312 Zuschauer. - SR Lemelin/Tscherrig, Wüst/Gnemmi. - Tore: 16. Boychuk (Scherwey, Moser/Ausschluss Kostner) 1:0. 18. Novotny (Hofer) 1:1. 20. (19:14) Boychuk (Arcobello) 2:1. 21. (20:25) Mursak (Ebbett) 3:1. 36. Plastino (Kostner/Ausschluss Mursak) 3:2. 40. (39:36) Kubalik (Zwerger) 3:3. 44. Müller (Dotti) 3:4. 59. (58:12) Scherwey 4:4. 59. (58:57) Scherewy (Andersson) 5:4. 60. (59:33) Ebbett 6:4 (ins leere Tor). - Strafen: je 3mal 2 Minuten.

Bern: Genoni; Krueger, Blum; Andersson, Kamerzin; Burren, Beat Gerber; Colin Gerber; Mursak, Ebbett, Rüfenacht; Boychuk, Arcobello, Moser; Sciaroni, Haas, Scherwey; Berger, Heim, Grassi; Kämpf.

Ambri-Piotta: Manzato; Fischer, Guerra; Plastino, Dotti; Ngoy, Jelovac; Kienzle; Zwerger, Müller, Kubalik; Trisconi, Kostner, Bianchi; Hofer, Novotny, Lerg; Incir, Goi, Lauper; Kneubuehler.

Bemerkungen: Bern ohne Almquist, Bieber (beide überzählig), Marti und Untersander, Ambri-Piotta ohne Fora, D'Agostini und Pinana (alle verletzt). Ambri von 59:10 bis 59:33 ohne Goalie.


Tigers stark im Powerplay

Die SCL Tigers agierten gegen das auswärtsschwache Servette 30 Minuten erstaunlich lethargisch. Dann drehten sie aber auf, machten zweimal einen Zweitore-Rückstand wett und kamen dank drei Powerplay-Toren ab der 37. Minute zum Sieg.

SCL Tigers - Genève-Servette 5:4 (0:2, 3:2, 2:0)

5074 Zuschauer. - SR Massy/Eichmann, Kovacs/Wolf. - Tore: 7. Wingels (Richard, Bezina) 0:1. 12. Rubin (Douay/Teamstrafe Servette!) 0:2. 24. Pesonen (Pascal Berger, Johansson/Ausschluss Fritsche) 1:2. 29. Bozon (Skille) 1:3. 33. (32:13) Leeger (Diem, Glauser) 2:3. 34. (33:23) Antonietti (Richard) 2:4. 37. Glauser (Johansson, Elo/Ausschluss Rubin) 3:4. 49. Johansson (Glauser/Ausschluss Mercier) 4:4. 55. Huguenin (Neukom/Ausschluss Rubin) 5:4. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SCL, 6mal 2 Minuten gegen Servette.

SCL Tigers: Punnenovs; Glauser, Leeger; Erni, Lardi; Cadonau, Huguenin; Kindschi; Elo, DiDomenico, Neukom; Kuonen, Johansson, Pesonen; Rüegsegger, Pascal Berger, Dostoinow; Gerber, Diem, Randegger.

Genève-Servette: Mayer; Völlmin, Mercier; Jacquemet, Bezina; Vukovic, Kast; Antonietti; Wingels, Richard, Winnik; Wick, Romy, Douay; Skille, Rubin, Bozon; Fritsche, Maillard, Kyparissis.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Gustafsson, Blaser, Nils Berger und Gagnon, Servette ohne Almond, Bouma, Descloux, Fransson, Rod, Tömmernes (alle verletzt) und Berthon (gesperrt). Pfosten-/Lattenschüsse: Dostoinow (42.); Rubin (40.), Richard (58.). Servette ab 57:24 ohne Goalie.


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