Lausanne bezwingt Davos – Die ZSC Lions stossen Lugano weiter ins Elend

8.1.2019 - 22:14, SDA

Cory Emmerton (Nummer 25) bejubelt den Treffer zum 3:2 für Lausanne.
Source: Keystone

Lausanne bleibt zu Hause eine Macht und feiert mit dem 5:3 gegen Davos den zehnten Sieg in den letzten elf Spielen vor heimischem Publikum. Der HC Lugano verliert auch im Hallenstadion.

In den ersten beiden Dritteln zeigte Lausanne eine dürftige Leistung, in den ersten zehn Minuten des letzten Abschnitts legte das Heimteam aber einen Gang zu. Cory Emmerton im Powerplay (44.) und Ronalds Kenins (48.) brachten den LHC mit zwei Toren 4:2 in Führung. Zwar gelang Davos durch Inti Pestoni noch das 3:4 (59.), doch nur 23 Sekunden später stellte Joël Vermin, der schon das 2:1 (31.) erzielt hatte, den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Beide Treffer von Vermin bereitete Christoph Bertschy vor. Überhaupt war die Linie mit den beiden Schweizer Internationalen die auffälligste.

Sechs Spieler fehlen dem HCD

Der HCD trat stark ersatzgeschwächt an. Nicht weniger als sechs Spieler fehlten dem Tabellen-Vorletzten wegen Verletzungen, ausserdem musste Marc Wieser wegen einer vorsorglichen Sperre zuschauen. Deshalb kamen fünf Akteure zum Zug, die noch nicht 20 Jahre alt sind, wovon vier Verteidiger. Das Durchschnittsalter der Bündner betrug 23 Jahre. Insofern hielten die Gäste erstaunlich gut mit. Davon können sie sich allerdings nichts kaufen. Fakt ist, dass die Davoser zum vierten Mal hintereinander verloren und noch keinen Punkt im neuen Jahr geholt haben.

In den ersten beiden Saisonduellen dieser beiden Mannschaften hatte jeweils das Auswärtsteam gewonnen. Lausanne ist in der Tabelle nun Vierter.

Lugano weiter in der Krise

Die ZSC Lions stossen in der Neuauflage des letzten Playoff-Finals den HC Lugano weiter ins Elend. Die Zürcher setzen sich nach einem frühen 0:2-Rückstand mit 7:4 durch.

Zwei Tor-Doubletten brachten den Meister der letzten Saison auf die Strasse zum Sieg: Zuerst gelangen Chris Baltisberger (in doppelter Überzahl) und Simon Bodenmann innerhalb von 66 Sekunden die Goals vom 2:2 zum 4:2, später stellten Viktor Backman und Fredrik Pettersson binnen 27 Sekunden von 4:3 auf 6:3.

1. Saisontor für Herzog

Eingeleitet wurde die Wende aber von Fabrice Herzog. Das 24-jährige Eigengewächs (das den Klub Ende Saison Richtung Davos verlassen wird) glich nach 22 Minuten bei einer angezeigten Strafe zum 2:2 aus. Herzog kam im 31. Meisterschaftsspiel des ZSC zu seinem ersten Saison-Goal, nachdem ihm in den drei Saisons zuvor stets mehr als 10 Treffer gelungen waren (13, 11, 11). Herzog traf erstmals seit dem 2. April wieder, als er in der Playoffserie gegen Bern mit einem Hattrick eine Partie im Hallenstadion im Alleingang entschieden hatte (3:1).

Lugano in der Krise

Für Luganos Trainer Greg Ireland wird die Luft immer dünner. Trotz eines optimalen Starts mit zwei Toren aus den ersten zwei Torschüssen in den ersten neun Minuten resultierte eine weitere Niederlage - bereits wieder die dritte in Folge und schon die vierte in dieser Saison nach einer 2:0-Führung. Auch die Rückkehr von Goalie Elvis Merzlikins half nicht mit, die Anzahl Gegentreffer zu reduzieren. Bei den Niederlagen gegen Ambri (3:4), Servette (3:6) und die ZSC Lions kassierte Lugano 17 Gegentreffer.

Derweil die ZSC Lions dank des Sieges Freiburg, Langnau und Servette überholten und auf Platz 6 vorrückten, blieb Lugano auf Platz 10; der Rückstand auf die Playoff-Plätze beträgt neu fünf Punkte. Am Freitagabend stehen sich Lugano und Zürich in der Resega wieder gegenüber.

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