Pannen, Pech und filigrane Hockeykunst im Hallenstadion

SDA

26.11.2018 - 22:02

Pavel Datsyuk (#13) gelang im Hallenstadion der entscheidende Treffer für St.Petersburg.
Source: Keystone

SKA St. Petersburg gewinnt das zweite KHL-Spiel auf Schweizer Eis im Zürcher Hallenstadion gegen Dinamo Riga 3:1. Die beiden osteuropäischen Teams bieten sehenswerte Hockeykunst, aber kein Spektakel.

Nicht alles lief beim Gastspiel der Kontinental Hockey League im Rahmen der KHL World Games am Schnürchen. Ausgerechnet beim Singen der russischen Nationalhymne streikte das Mikrofon im Hallenstadion immer wieder. Die zahlreichen Russen im nur zu einem Drittel gefüllten Rund übernahmen aber und überbrückten so die Panne.

In der Folge wurde auf dem Eis hochklassiges Eishockey, aber nicht das grosse Spektakel geboten. Es brauchte einen kleinen Geniestreich, um die Differenz zwischen zwei sehr diszipliniert agierenden Teams zu schaffen. In der 43. Minute lancierte Nikita Gussew, einer von elf Olympiasiegern im Team von SKA, mit einem Laserpass Pawel Dazjuk. Dem 40-jährigen Starstürmer, der als einer der wenigen den Stanley Cup in der NHL, die Weltmeisterschaft und Olympia mindestens einmal gewonnen hat, genügte ein kleiner Haken, um sich freie Schussbahn zu verschaffen und das entscheidende 2:1 für St. Petersburg zu erzielen.

Zweite Partie für Riga am Mittwoch

Das favorisierte St. Petersburg war früh durch Nikolai Prochorkin in Führung gegangen, die Letten glichen kurz vor Ende des zweiten Drittels durch den Kanadier Kevin Clark, vor drei Jahren eine Saison bei den SCL Tigers engagiert, aus. Zudem hatte Riga Pech mit zwei Pfostenschüssen. Das 3:1 fiel sieben Sekunden vor Schluss ins leere Tor.

Am Mittwoch spielt Dinamo Riga noch ein zweites Heimspiel gegen den aktuellen Leader der Western Conference, ZSKA Moskau. Die erste KHL-Partie in der Schweiz hatte SKA 2010 im Vorfeld des Spengler-Cups in Davos ebenfalls gewonnen (5:1 gegen Spartak Moskau).

SDA

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