Luganos Carlinhos trifft bei 3:0-Sieg doppelt – Basel gewinnt in Sion

19.4.2019 - 22:07, SDA

Sion – Basel 0:3
2:56

Sion – Basel 0:3

Raiffeisen Super League, 30. Runde, Saison 18/19

19.04.2019

Der FC Sion, der trotz CAS-Sperre auf eine Europacup-Teilnahme in der nächsten Saison hofft, hat den Basel-Test nicht bestanden. Der FC Zürich verliert ein wichtiges Spiel gegen Lugano.

Fünfmal war Sion vor dem FCB-Match ungeschlagen geblieben. Zu einem Erfolg gegen den FCB, dem ersten in der Liga seit 2011, reichte das neu erlangte Selbstvertrauen trotz breiter Unterstützung im Tourbillon nicht. Das 0:3 fiel angesichts der zwischenzeitlichen Sittener Druckphase aber etwas gar deutlich aus.

Ricky van Wolfswinkel leitete vor 12'800 Zuschauern mit seinem Kopfballtreffer nach einem Zuffi-Corner nach einer halben Stunde den fünften Basler Auswärtssieg im sechsten Auswärtsspiel des Jahres ein. Deutlich wurde das Ergebnis erst in der Schlussphase, in der Luca Zuffi einen Handspenalty verwertete, Christian Zock mit Gelb-Roter Karte vom Platz musste und Anto Grgic bei einer Rettungsaktion ins eigene Netz traf.

Als missglückten Härtetest kann der Sittener Auftritt gegen den seit Anfang Dezember ungeschlagenen FCB trotz fehlendem Ertrag nicht bezeichnet werden. Der Gegner führte zur Pause zwar verdient, er hatte die besseren Möglichkeiten und liess kaum etwas zu, sah sich aber danach von den Sittenern einige Male arg in die Defensive gedrängt. Die grössten Chancen zum Ausgleich vergaben Ermin Lenjani (58.), Bastien Toma (70.) und Pajtim Kasami (71.). Alle scheiterten am starken Basler Keeper Jonas Omlin.

Durch die erste Niederlage seit Anfang März könnte Sion über die Ostertage wieder aus den Europacup-Rängen fallen. Wie viel Wert die Qualifikation für das internationale Geschäft wäre, lässt sich derzeit ohnehin nicht abschätzen. Sions Rekurs vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen die vor einem Jahr von der UEFA verhängte Europacup-Sperre wegen der lange versäumten Zahlung einer Ablösesumme für einen Spieler ist noch hängig.

FCZ kassiert drei Gegentore

Es war eine Niederlage gegen einen Tabellennachbarn. Die Tessiner, die sich den knappen Sieg vollauf verdienten, haben sich mit nunmehr acht Punkten Reserve auf das neuntplatzierte Neuchâtel Xamax einstweilen aus der Schusslinie gebracht – was für Zürich nicht gilt.

Lugano – Zürich 3:0
2:43

Lugano – Zürich 3:0

Raiffeisen Super League, 30. Runde, Saison 18/19

19.04.2019

Luganos 1:0 kurz vor der Pause war ein herrliches Tor. Balint Vecsei, der den verletzten Mario Piccinocchi im Mittelfeldzentrum vertrat, schlug aus der eigenen Platzhälfte einen weiten Ball, den Alexander Gerndt mit dem Kopf nach vorne in den Strafraum zu Carlinhos leitete. Der Brasilianer traf mit einem Dropkick in die rechte untere Torecke. Der ganze Vorgang über die drei Stationen dauerte vier Sekunden.

Die wirklich guten Szenen des FCZ blieben (zu) selten. Die einzige reelle Chance der ersten Hälfte hatten die Zürcher nach 22 Minuten. Stephen Odey verschaffte sich vor dem Strafraum Platz. Sein Flachschuss Richtung Torecke wurde von Verteidiger Fabio Daprelà leicht nach aussen abgelenkt. Ansonsten wäre die Mannschaft von Trainer Ludovic Magnin wohl in Führung gegangen. Früh in der zweiten Halbzeit stellte Toni Domgjoni Luganos Goalie Noam Baumann mit einem satten Weitschuss auf die Probe, aber daneben entstand vom Tessiner Tor kaum je Gefahr. Die meiste Zeit dominierten die Luganesi, vor allem mit Angriffen über die Seiten. Die Siegsicherung mit dem 2:0 des eingewechselten Petar Brlek glückte der Mannschaft von Trainer Fabio Celestini in der 84., die Zugabe des Doppeltorschützen Carlinhos war in der 91. Minute zu sehen.

In den vier Meisterschaftsspielen dieser Saison gegen Lugano hat der FCZ kein einziges Tor erzielt. 0:1, 0:0, 0:1 und jetzt 0:3 lauten die Ergebnisse. Eine derartige Flaute über viermal 90 Minuten ist selten. Dennoch blüht dem FC Lugano schon bald das Gleiche. Am Sonntag in einer Woche spielen sie in Bern gegen YB, gegen die Mannschaft, gegen die sie in dieser Saison bislang dreimal zu null verloren haben.

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