Basel hat das Guthaben an Niederlagen aufgebraucht

plh, sda

7.2.2021 - 04:02

Beim FC Basel kann man sich kaum noch weitere Niederlagen leisten, wenn man das herausgegebene Ziel Meistertitel weiterverfolgen will. Am Sonntag spielt Basel daheim gegen Sion, den Lieblingsgegner.

Über eine lange Zeit lügen und trügen Zahlen nicht. In der Schweizer Fussballmeisterschaft gibt es Erfahrungswerte, die fast keine Ausnahmen zulassen. Ein solcher Erfahrungswert ist die Zahl der Niederlagen des jeweiligen Meisters. 16 der 17 bisherigen Meister der Super League – elfmal war es der FC Basel selbst – verloren in der ganzen Saison höchstens sechs Spiele. Neun dieser 16 verloren zwischen zwei und fünf Mal. Einzig der FC Zürich scherte einmal aus: mit sieben Niederlagen in der Saison 2006/07.

Die Basler haben in der laufenden Saison das übliche Guthaben von sechs Niederlagen bereits nach der Hälfte aufgebraucht. Also wird sich die Mannschaft von Trainer Ciriaco Sforza in den zweiten 18 Runden vermutlich kaum noch Aussetzer leisten. Die Young Boys, die am vierten Meistertitel am Stück gehindert werden sollen, sind mittlerweile um elf Verlustpunkte davongezogen. Und sie haben ihr Limit an Niederlagen noch längst nicht überzogen. Das 1:2 daheim gegen Servette war ihr einziger Verlustgang.

Die Basler wären für das Heimspiel gegen Sion normalerweise klar favorisiert. Aber sie waren zuletzt auch in den Heimspielen gegen St. Gallen, Zürich und Lugano favorisiert. Es schaute kein Sieg heraus, und nach dem vorangegangenen 0:2 gegen YB ist der FCB im St.-Jakob-Park seit vier Spielen sieglos – so lange wie nie zuvor in der Zeit der Super League.

Am 2. August 1997 gewann Sion letztmals ein Meisterschaftsspiel in Basel. Gespielt wurde seinerzeit noch im alten Joggeli. Seither siegte der FCB 24 Mal. Die übrigen zehn Duelle gingen unentschieden aus.

Die Super-League-Spiele vom Sonntag im Überblick:

Basel – Sion (4:2, 3:2). – Sonntag, 16.00 Uhr. – SR Schnyder. – Absenzen: Xhaka, Jorge, Padula (alle verletzt) und Widmer (krank); Martic, Doldur, Araz, Kabashi und Andersson (alle verletzt). – Fraglich: Abrashi; – . – Statistik: Für den FC Basel wäre es an der Zeit, im leeren St.-Jakob-Park wieder einmal zu gewinnen. Mit nur zwei Punkten aus vier Heimspielen stellten sie zuletzt einen Klub-Negativrekord in der Zeit der Super League auf. Wie man gewinnt, wissen sie an sich: Aus den letzten vier Auswärtsspielen erwirtschafteten sie das Maximum von zwölf Punkten. Gegen Sion hat Basel in der Ära der Super League kein Heimspiel verloren.


Servette – Luzern (1:3, 0:3). – Sonntag, 16.00 Uhr. – SR Bieri. – Absenzen: Imeri (gesperrt), Guerin und Henchoz (beide verletzt); Lucas, Ndenge und Binous (alle verletzt). – Fraglich: Sauthier; Alounga, Owusu und Alabi. – Statistik: Der sonderbare Pandemie-Notspielplan bringt es mit sich, dass Luzern und Servette innerhalb von fünf Tagen zweimal gegeneinander spielen. Nach den Eindrücken vom Mittwoch, als Luzern in der zweiten Halbzeit klar dominierte und 3:0 gewann, ist es den Innerschweizern zuzutrauen, dass sie auch das zweite Spiel der Saison in Genf für sich entscheiden. Letzte Saison gaben die Genfer in den vier Duellen mit den Luzernern in der Meisterschaft nur einen Punkt ab.


Young Boys – Lausanne-Sport (3:0). – Sonntag, 16.00 Uhr. – SR Tschudi. – Absenzen: Martins, Sierro, Spielmann, Maier und Petignat (alle verletzt); Turkes, Geissmann, Zekhnini, Zohouri und Falk (alle verletzt). – Fraglich: Hefti; Loosli. – Statistik: Die Waadtländer bekamen zuletzt im Heimspiel gegen Basel gute Stilnoten, aber keine Punkte. In den letzten drei Super-League-Partien punkteten sie nur beim 1:1 auswärts gegen Servette. Meister YB dagegen scheint Fahrt aufgenommen zu haben. Nach dem 1:2 von Mitte Dezember daheim gegen Servette, der bislang einzigen Niederlage in der Meisterschaft, holten die Berner aus sieben Spielen 17 Punkte.

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