Hediger: «Früher haben wir dem Gegner mehr wehgetan»

7.10.2019 - 10:34, jar

Hediger: «Früher haben wir dem Gegner mehr weh getan»
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Hediger: «Früher haben wir dem Gegner mehr weh getan»

Der verletzte Thun-Captain Dennis Hediger spricht im Teleclub Fussball-Talk Heimspiel über die sportliche Baisse der Berner Oberländer und sucht nach Gründen dafür.

06.10.2019

Der verletzte Thun-Captain Dennis Hediger spricht im Teleclub Fussball-Talk Heimspiel über die sportliche Baisse der Berner Oberländer und sucht nach Gründen.

Mit nur sechs Punkten aus den ersten zehn Spielen steht der FC Thun am Tabellenende der Super League. Das 0:2 gegen Luzern am Samstag war bereits die sechste Niederlage in dieser Saison. Ausgerechnet der Klub, der in den letzten Jahren immer so sehr für seine erfolgreiche Arbeit gelobt wurde, steckt in einer sportlichen Krise.

Dennis Hediger würde gerne helfen, aber er kann nicht. Der Captain riss sich im Februar das Kreuzband und konnte seither kein Spiel mehr bestreiten. Der 33-Jährige spricht im Teleclub Fussball-Talk Heimspiel offen über seine Leidenszeit: «Es ist eine schlechte Erfahrung für mich. Ich leide viel mehr als auf dem Platz, weil ich nicht mithelfen kann. Ich habe die Situation auch etwas unterschätzt, ich dachte, ich könnte mich mehr einbringen. Aber es bringt nicht viel, wenn du jedem Spieler noch einen Lösungsvorschlag präsentieren willst. Hierfür ist der Trainer da.»



Der 33-Jährige nimmt die aktuelle Situation sehr ernst. Besonders die wiedereingeführte Barrage bereitet ihm Kopfschmerzen. «In den letzten Jahren hattest du immer den Eindruck, dass es Teams gibt, die klar schlechter sind als du. Klar gab es schwierige Phasen, aber so richtig im Abstiegskampf waren wir nie. Es gab immer eine schwache Mannschaft und eine in einer Krise, die den Absteiger dann unter sich ausgemacht hatten», sagt Hediger. «Jetzt musst du Achter werden, um sicher oben zu bleiben.»

«Heute können wir gute Gegner dominieren»

Der Thun-Captain sieht den veränderten Spielstil als einer der Gründe, weshalb es den Berner Oberländern aktuell nicht mehr so rund läuft wie in den letzten Spielzeiten. «Wir waren früher ein unangenehmerer Gegner, haben uns mehr gewehrt und standen dem Gegner mehr auf die Füsse», so Hediger. «Wir spielten defensiv, viele Mannschaften haben den Weg nach Thun nicht gerne auf sich genommen. Jetzt machen wir das Spiel, kassieren aber sehr einfache Tore und sind vorne nicht effizient – da kommt jeder gerne.»

Nichtsdestotrotz gefällt dem Mittelfeld-Puncher das neue Spiel des FC Thun: «In den letzten Jahren hatten wir selten mehr als 50 Prozent Ballbesitz, heute haben wir Spiele, wo wir gute Gegner dominieren. Von der Grundidee her ist das super, am Schluss brauchst du aber Punkte, damit jeder sagt, der FC Thun macht von A bis Z einen Top-Job.»

Hediger: «Ich dachte, ich könnte mich mehr einbringen»
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Hediger: «Ich dachte, ich könnte mich mehr einbringen»

Der verletzte Thun-Captain Dennis Hediger spricht im Teleclub Fussball-Talk Heimspiel über die sportliche Baisse der Berner Oberländer und sagt, dass er bald wieder fit ist.

06.10.2019

Was fehle, seien die Führungsspieler, meint Hediger. «Einige Spieler müssen den nächsten Schritt jetzt machen.» Man könne die Schuld nicht den Neuen in die Schuld schieben, da diese noch nicht wunschgemäss gezündet haben. «Die älteren Spieler, die immer wieder zu Chancen kommen, müssen einfach die Tore machen. Dann sehen auch die anderen besser aus. (Miguel) Castroman zum Beispiel hat noch fast keinen Assist, obwohl er so viel Qualität hat, der könnte locker fünf oder sechs Assists haben.»

Der Captain brennt regelrecht auf seine Rückkehr. Lange geht es wohl nicht mehr, bis Hediger der Mannschaft endlich wieder helfen kann. «Ich trainiere schon oft mit der Mannschaft mit, darf aber noch keine Zweikämpfe bestreiten. Ich habe noch ein, zwei Problemchen, es fehlen noch die letzten paar Prozente», sagt der Routinier. «Ich hoffe, dass ich in den nächsten zehn Tagen voll ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Es ist nicht unrealistisch, dass ich noch in der Vorrunde auf den Platz zurückkehre.»


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