Machtkampf bei GC: Vizepräsident Klein muss gehen

sda

9.3.2018 - 11:21

GC-Coach Murat Yakin erlebt mit GC stürmische Tage.
Bild: Keystone

Bei den Grasshoppers ist laut «Tages-Anzeiger» ein interner Machtkampf im Gang. Vizepräsident Roland Klein ist suspendiert.

Er soll zu viel Einfluss auf Transfers genommen haben. Laut dem Artikel haben die übrigen Verwaltungsräte um Präsident Stephan Anliker, Georges Perego, Stav Jacobi und Andras Gurovits beschlossen, Klein per sofort von seiner Aufgabe als Vizepräsident zu entbinden und an der nächsten Generalversammlung nicht mehr zu wählen.

Der erst im letzten September gewählte Klein ist im Verwaltungsrat der Vertreter der Geldgeber Heinz Spross und Peter Stüber, denen zusammen mit Anliker 90 Prozent des Klubs gehören. Laut «Tages-Anzeiger» ist Klein «eng verbunden mit Trainer Murat Yakin und Erich Vogel, dem Vertrauten von Spross und Stüber».

Grund für die Absetzung ist der offenbar zu gross gewordene Einfluss des 57-jährigen Klein auf dem Campus in Niederhasli. «Der Eindruck begann sich zu verfestigen, dass er sich da einmischte, wo es nicht seine Zuständigkeit war», schrieb der «Tages-Anzeiger», «dass er Sportchef Walther zur Seite zu drängen und im Nachwuchs mitzureden begann; dass er überdies seinen Einfluss geltend machte, um im Zusammenspiel mit (Trainer Murat) Yakin und (Erich) Vogel die Mannschaft neu zu besetzen.»

Klein war Anfang der Neunzigerjahre Sportchef und auch Interimstrainer des FC Winterthur. Unter anderem lotste der Zürcher damals Joachim Löw zu Winterthur. Später war der frühere Junioren-Internationale als Händler von TV-Rechten im asiatischen und arabischen Raum und als Spielervermittler tätig.

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sda