Nicht mehr im Training: Scheitert Djourous Sion-Deal am Geld?

22.1.2020 - 19:26, jar

Johan Djourou hat seit Dezember 2018 kein Pflichtspiel mehr bestritten.
Bild: Keystone

Johan Djourou will zum FC Sion und der FC Sion will Johan Djourou. Und dennoch droht der Deal nun zu platzen. Der Grund: das liebe Geld.

Seit mehr als einem Jahr hat Johan Djourou kein Pflichtspiel mehr bestritten. Bald könnte der 76-fache Schweizer Nationalspieler aber wieder auf dem Fussballplatz stehen – und sein Debüt in der Super League geben.

Seit mehreren Wochen trainiert Djourou beim FC Sion mit, reiste mit den Walliser sogar ins Trainingslager nach Spanien – und wusste zu überzeugen. «Wir haben keine Zweifel an seinen fussballerischen und menschlichen Qualitäten. Johan ist auf und neben dem Platz enorm professionell», liess lich Sion-Trainer Ricardo Dionisio kürzlich zitieren.

Djourou, der seinen Vertrag bei Serie-A-Klub SPAL vor einem Jahr aufgelöst hatte und sich am Knie operieren liess, sagte vor einer Woche dem «Blick»: «Ich bin zu hundert Prozent bereit, bin fit und topmotiviert.» Fehlt also nur noch die Unterschrift.

«Johan war sehr enttäuscht»

Doch nun droht der Deal doch noch zu platzen. Wie der «Blick» berichtet, hat sich der 32-jährige Innenverteidiger wenige Tage vor Rückrundenstart der Super League nämlich aus dem Sion-Training zurückgezogen. Er soll mit dem ersten Angebot von Präsident Christian Constantin nicht zufrieden gewesen sein. «Johan war sehr enttäuscht», wird Djourous Berater Costa Bonato zitiert.

Die Offerte der Walliser basiert offenbar auf einem sehr tiefen Fixlohn und Djourou könnte lediglich durch hohe Prämien gut Geld verdienen. Also nur wenn er spielt und Sion auch gewinnt. Constantin will sich so vermutlich absichern, falls sein Königstransfer eben doch nicht so fit ist, wie er selber glaubt. «Wir haben Herrn Constantin gesagt, dass dieses Angebot nicht vernünftig sei», so Bonato. Man warte nun auf eine zweite Offerte.

Sion startet am Sonntag in Thun in die Rückrunde. Will Sion Djourou schon dann einsetzen, muss es nun schnell gehen. Bis Donnerstagabend (23:59 Uhr) müssten die Walliser die nötigen Unterlagen einreichen. 

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