Simone Rapp über schwierige Zeit in Lausanne: «Sie liessen mich nicht einmal mehr mittrainieren»

Martina Baltisberger & Jan Arnet

29.10.2021

Rapp enttäuscht über Rumänien-Abenteuer: «Ich habe nur ganz wenig gespielt»

Rapp enttäuscht über Rumänien-Abenteuer: «Ich habe nur ganz wenig gespielt»

Auch dank des formstarken Simone Rapp steht der FC Vaduz aktuell auf Platz 2 in der Challenge League. Der Torjäger gibt sich im Gespräch mit blue Sport überglücklich, denn noch vor wenigen Monaten befand er sich in einer sehr schwierigen Situation.

29.10.2021

Auch dank des formstarken Simone Rapp steht der FC Vaduz aktuell auf Platz 2 in der Challenge League. Der Torjäger gibt sich im Gespräch mit blue Sport überglücklich, denn noch vor wenigen Monaten befand er sich in einer sehr schwierigen Situation.

Martina Baltisberger & Jan Arnet

29.10.2021

Jahrelang galt Simone Rapp als treffsicherer Stürmer in der Super League. Für Thun, St. Gallen und Lausanne schoss er in 141 Spielen in der höchsten Schweizer Spielklasse 35 Tore. Doch die Karriere des grossgewachsenen Torjägers ist vor einem Jahr ins Stocken geraten. In Lausanne landete er auf dem Abstellgleis, es folgte ein Wechsel nach Rumänien und im Sommer der Transfer zum FC Vaduz in die Challenge League.

Da kommt Rapp nun wieder in Fahrt. In den letzten beiden Spielen gegen Xamax und Schaffhausen konnte er den Liechtensteinern mit je einem Treffer zum Sieg verhelfen. Auch dank Rapps Toren mischt Vaduz ganz vorne mit. Das ist nicht selbstverständlich, denn der 29-Jährige blickt auf «eine komplizierte Zeit» zurück, wie er gegenüber blue Sport sagt. «In Lausanne gab es keinen Platz mehr für mich – ich durfte nicht einmal mehr mit der Mannschaft trainieren. Sowas ist mir noch nie passiert.»

Deshalb habe er den Vertrag im Frühjahr aufgelöst. Und weil es nicht viele Optionen gab, versuchte er sein Glück in Rumänien bei Sepsi OSK. «Ich dachte mir, dass ich es einfach mal probieren will. Denn ich wollte unbedingt spielen. Aber leider lief es auch da nicht so gut.» Rapp kam nur zu zwei Kurzeinsätzen in der rumänischen Liga und blieb damit eine ganze Saison lang praktisch ohne Spielpraxis.

«Die harte Arbeit zahlt sich aus»

So war klar, dass er seine Zukunft wieder in der Schweiz sieht. Vaduz bot ihm einen Zweijahres-Vertrag an und Rapp musste nicht lange überlegen. «Jetzt spiele ich wieder, bin wieder fit und fühle mich gut. Und ich blicke lieber nach vorne als zurück», sagt er. «Vaduz ist ein guter Verein und ich wusste, dass ich hier wieder zum Spielen komme.»

Aus der schweren Zeit kann der Stürmer dennoch etwas Positives nehmen: «Ich habe gelernt, dass man auch im Fussball hart arbeiten muss. Auch wenn ich nicht viel zum Spielen kam, habe ich geschaut, dass ich dran bleibe und noch mehr mache als sonst. Diese zusätzliche Arbeit zahlt sich irgendwann aus.»

Das Ziel ist klar: Irgendwann will Simone Rapp wieder in der Super League spielen. «Am liebsten natürlich mit Vaduz. Es ist sicher unser Ziel, um die ersten zwei Plätze mitzuspielen», sagt er. «Wir wissen, dass es nicht einfach wird. Die Liga ist sehr ausgeglichen. Aber wenn wir jede Woche gute Leistungen auf den Platz bringen, werden wir belohnt und können unser Ziel erreichen.»

Am Freitagabend empfängt der FC Vaduz einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg. Der FC Aarau ist zu Gast im Rheinpark Stadion. Das Spiel kannst du ab 20:15 Uhr im Free-TV auf blue Zoom oder im Stream auf blue News live mitverfolgen.