YB-Trainer Wagner: «Das macht mir in so einer Nati-Pause am meisten Bauchgrummeln»

Von Luca Betschart

15.10.2021

David Wagner: «Ich weiss, wie unangenehm Luzern ist»

David Wagner: «Ich weiss, wie unangenehm Luzern ist»

David Wagner trifft am Samstag mit YB auf den FC Luzern, bevor es nächste Woche in der Champions League weitergeht. Wie stellt der YB-Coach seine Mannschaft auf das Spiel gegen die Zentralschweizer ein?

15.10.2021

Zum Auftakt der Super-League-Saison bietet Meister YB gegen Luzern ein Spektakel mit 7 Toren. Vor dem Wiedersehen im Wankdorf am Samstag ist Trainer David Wagner überzeugt, dass seine Schützlinge an die starken Leistungen vor der Nati-Pause anknüpfen können. Aus gutem Grund.

Von Luca Betschart

15.10.2021

Rückblende: Zum Saisonstart Ende Juli muss Meister YB beim Auswärtsspiel in Luzern lange unten durch, bis zur 59 Minute geraten die Hauptstädter gar 1:3 in Rückstand. Dank drei Toren in der Schlussphase schafft YB aber eine spektakuläre Wende, der Jubel nach Siebatcheus Siegtreffer in der 93. Minute ist riesig. Und während Luzern noch bis heute auf den ersten Vollerfolg wartet, nimmt der YB-Express von da an immer mehr Fahrt auf.



Vor dem Wiedersehen mit dem FCL unmittelbar nach der Länderspielpause (Samstag, 18 Uhr) ist die Vorfreude beim Meister gross. «Ich freue mich, dass es weitergeht. Insbesondere, weil wir zu Hause in unserem Stadion auf unserem Platz und mit unseren Zuschauern im Rücken dieses Spiel spielen werden. Und wir wollen und werden alles dafür tun, damit wir direkt erfolgreich weiterspielen», bekräftigt Trainer David Wagner im Interview mit blue Sport (im Video oben).

«Der Zeitpunkt der Nati-Pause ist völlig wurst»

Die Nati-Pause kam für YB ungelegen. Davor konnten die Berner sechs der letzten sieben Spiele gewinnen, gegen Lausanne-Sport (6:1) und Servette (6:0) fuhr man Kantersiege ein und gegen Manchester United (2:1) gab es gar die Sensation. Einzig Atalanta Bergamo (0:1) war für den Schweizer Meister in einer solchen Verfassung zu stark.



Über den Zeitpunkt des Nati-Zusammenzugs macht man sich in Bern aber keine Gedanken. «So Sachen, die ich nicht beeinflussen kann und die vorgegeben sind, da denke ich nicht darüber nach. Es ist so, die Pause wurde so angesetzt, das war uns allen klar.» Entsprechend sei man auch mit einem klaren Plan in die Pause gegangen und habe gewusst, woran man arbeiten wolle.

Vielmehr Sorgen bereitet Wagner dagegen die Verletzungsgefahr. «Glücklicherweise sind alle meine Spieler gesund von den Länderspielen zurückgekommen. Das macht mir in so einer Nati-Pause am meisten Bauchgrummeln. Dementsprechend ist der Zeitpunkt vollkommen wurst», so der 49-Jährige. Und weiter: «Der Zeitpunkt, jetzt zu Hause gegen Luzern zu spielen, wird für uns der richtige sein.»

Nach Luzern kommt Villarreal

Das soll aber nicht heissen, dass man das Duell gegen die Innerschweizer auf die leichte Schulter nimmt. «Ich gehe davon aus, dass das – wie alle anderen Spiele vorher – richtig schwer wird. Ich weiss, wie unangenehm Luzern ist. Sie hatten gerade ein sehr gutes Resultat in Basel vor der Länderspielpause.»

Ohnehin geht es für die Berner Schlag auf Schlag. Am Dienstag folgt bereits der Champions-League-Kracher gegen Villarreal. «Wir haben ja jetzt Erfahrung mit dieser Situation. Ähnliche Fragen wurden uns vor dem Heimspiel gegen Zürich gestellt, als wir Manchester United vor der Brust hatten. Jetzt ist die Situation vergleichbar, nur die Gegner sind andere.» Das sollte gemäss Wagner aber überhaupt kein Problem werden. «Ich habe gar keine Bedenken, dass uns das Problem bereiten wird. Die Jungs sind viel zu hungrig nach den letzten Resultaten, da weiterzumachen.»