Klappt es nun mit Lewandowski?

Barça verkauft Teile der Medienrechte für über 200 Millionen Euro

zap/DPA

1.7.2022

Joan Laporta darf sich erneut als Präsident des FC Barcelona versuchen
Jubelt Barça-Präsident Joan Laporta bald über Neuzugang Lewandowski? Die Sache bleibt schwierig.
Keystone

Der FC Barcelona kann seine angespannte finanzielle Situation durch den Verkauf von Teilen der Medienrechte etwas lockern. Damit will man aber vor allem eins bewirken: Ein noch besseres Angebot für Robert Lewandowski abgeben. Wenn doch bloss die Bayern mal den Hörer abheben.

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1.7.2022

Zur Aufbesserung seiner schwierigen Finanzlage hat der FC Barcelona einen Teil seiner Fernsehrechte für mehr als 200 Millionen Euro verkauft, wie der spanische Klub mitteilte. Demnach investiert die Investmentfirma Sixth Street 207,5 Millionen Euro im Austausch für zehn Prozent der Fernsehrechte für die nächsten 25 Jahre. Die Katalanen bezeichneten die Vereinbarung als «einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der finanziellen Ressourcen und der Wettbewerbsposition des Vereins». Die horrenden Klub-Schulden von 1,35 Milliarden Euro führten im vergangenen Jahr zum Abgang von Klub-Ikone Lionel Messi.

Nach Vereinsangaben ermöglicht die Transaktion Barcelona einen Kapitalgewinn von insgesamt 267 Millionen Euro für die laufende Saison. «Wir aktivieren wirtschaftliche Hebel und setzen unsere geduldige, nachhaltige und effiziente Strategie um, um die finanzielle Basis des Klubs zu stärken», sagte Vereinspräsident Joan Laporta.

Mitte Juni waren bei einer Mitgliederversammlung zwei Vorschläge von Laporta zur kurzfristigen Erschliessung neuer Einnahmequellen mit deutlicher Mehrheit angenommen worden, darunter der Verkauf der Medienrechte. Gebilligt wurde auch der Verkauf einer Beteiligung von 49,9 Prozent an der Barça Licensing and Merchandising (BLM), der 200 bis 300 Millionen Euro einbringen soll. Barça hofft, dass damit insgesamt rund 700 Millionen Euro in die leeren Klubkassen fliessen. Auch eine Verpflichtung von Weltfussballer Robert Lewandowski sollte so möglich gemacht werden.

Bayern nehmen das Telefon nicht mehr ab

Eine Verpflichtung von Lewandowski wird aber nicht nur aus finanzieller Sicht eine schwierige Angelegenheit für die Katalanen. Denn der FC Bayern zeigt sich weiterhin nicht gesprächsbereit, seinen Superstar abzugeben. Der Pole hat zwar schon öffentlich geäussert, zu Barça wechseln zu wollen, die Bayern haben hingegen mehrfach betont, den Stürmern unter keinen Umständen ziehen zu lassen. 

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Zuletzt hat Barcelona, so meldete es ein katalanischer Radiosender, 40 Millionen Euro für Lewandowski geboten – was eine horrende Summe ist für einen 33-jährigen Spieler, dessen Vertrag in einem Jahr sowieso ausläuft. Die Bayern hätten auf dieses Angebot noch nicht mal geantwortet, heisst es. 

Wie kompliziert das Verhandeln mit den Bayern derzeit tatsächlich sei, darüber klagt Barcelonas Sportchef Mareu Alemany. Die Münchner würden nicht mehr ans Telefon gehen, wenn er anrufe, heisst es. Dass ausgerechnet Pini Zahavi als Lewandowskis Berater zu vermitteln versucht, macht die Sache ebenfalls nicht einfacher. Spätestens seit dem Alaba-Theater letzten Sommer gilt das Verhältnis zwischen Zahavi und dem FC Bayern als angespannt.