Leverkusen scheitert dramatisch an Viertligist – Dortmund zittert sich in der Verlängerung weiter

sda

2.2.2021 - 23:30

Essen's players celebrate at the end of the German Soccer Cup 3rd round match between RW Essen and Bayer Leverkusen in Essen, Germany, Tuesday, Feb. 2, 2021. (AP Photo/Martin Meissner, Pool)
Die Essener können es selbst kaum fassen: Der Regionalligist schiesst Leverkusen aus dem Pokal.
Bild: Keystone

Bayer Leverkusens Baisse weitet sich zur Krise aus: Der Bundesligist blamiert sich in den Cup-Achtelfinals gegen den Viertligisten Rot-Weiss Essen und verliert nach Verlängerung 1:2. Borussia Dortmund gewinnt gegen Zweitligist Paderborn erst in der Verlängerung.

Ein Treffer von Stefan Engelmann drei Minuten vor dem Ende der Verlängerung besiegelte die nächste Niederlage für den Vorjahresfinalisten Bayer Leverkusen, der kurz vor Weihnachten noch Leader der Bundesliga gewesen war. Innerhalb von acht Minuten gab der Favorit bei den Essener «Amateuren» nach dem Führungstor durch Leon Bailey (105.) das Spiel aus der Hand.

Damit setzte sich der in der Bundesliga eingeleitete Niedergang auch im Cup fort. In der Meisterschaft hat Bayer Leverkusen seit der Weihnachtspause in sechs Spielen viermal verloren und nur einen Sieg realisiert.

Essen dagegen, der Klub aus der Grossstadt im Ruhrgebiet, der seit 13 Jahren nicht einmal mehr drittklassig ist, schrieb das nächste schöne Kapitel seiner diesjährigen Cup-Geschichte. Schon in den ersten Runden hatte «RWE» mit Arminia Bielefeld (1. Bundesliga) und Fortuna Düsseldorf (2. Liga) zwei klare Favoriten gebodigt.

Der Schweizer Marco Kehl-Gomez stand bei der Wende nicht mehr auf dem Platz. Der Captain und frühere GC-Junior, der gegen Düsseldorf ein Tor erzielt hatte, wurde kurz nach dem Leverkusener Führungstor ausgewechselt.

Dortmund zittert gegen Paderborn

Auch Borussia Dortmund konnte im Cup die Probleme der letzten Wochen nicht kaschieren. Seit Edin Terzic von Lucien Favre übernommen hat, scheint kaum etwas besser geworden zu sein – im Gegenteil. Gegen Zweitligist Paderborn gab der BVB in der Schlussphase einen 2:0-Vorteil aus der Hand, setzte sich in der Verlängerung gegen den letztjährigen Bundesliga-Absteiger dank einem Tor von Erling Haaland aber doch noch 3:2 durch.

Im Fokus standen wiederholt der Schiedsrichter und der Video-Assistent. Das 2:2 von Paderborn in der Nachspielzeit war ein umstrittener Penalty-Entscheid, beim Siegestor von Haaland konnten die TV-Bilder kaum aufschlüsseln, ob der Norweger aus einer Offsideposition gestartet war. Der Schiedsrichter entschied in beiden Fällen – nach minutenlangem Findungsprozess – für die Stürmer.

Nächster Penalty-Krimi für Bayern-Schreck Kiel 

Bayern-Bezwinger Holstein Kiel steht nach einem erneuten Elfmeter-Krimi im Viertelfinale des DFB-Pokals. 20 Tage nach dem Coup gegen den Pokal-Verteidiger aus München setzten sich die «Störche» im Entscheidungsschiessen 7:6 (1:1, 0:0) gegen den Zweitliga-Konkurrenten Darmstadt 98 durch.

Simon Lorenz verwandelte den entscheidenden Elfmeter. In der regulären Spielzeit hatten Janni Serra (58.) für Kiel und Serdar Dursun (86.) für Darmstadt getroffen. Zum letzten Mal hatten die Kieler zuvor 2012 unter den besten acht Mannschaften gestanden.

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport

sda