FC Liverpool

«Beschämend» – Klopp erntet für hitziges Interview harsche Kritik

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30.11.2020

Liverpool's manager Jurgen Klopp gives a media interview after the English Premier League soccer match between Everton and Liverpool at Goodison Park stadium, in Liverpool, England, Saturday, Oct. 17, 2020. (Cath Ivill/Pool via AP)
Jürgen Klopp ärgert sich über die frühen Anspielzeiten in der Premier League.
Bild: Keytone

Nach dem 1:1 am Samstag bei Brighton liefert sich Liverpool-Coach Jürgen Klopp mit einem Reporter einen hitzigen Schlagabtausch. Nun wendet sich ein TV-Experte mit kritischen Worten an den deutschen Trainer.

«Sorry Jürgen, so funktioniert das nicht», schreibt der ehemalige englische Nationalspieler Chris Sutton in seiner Kolumne in der «Daily Mail». «Du kannst nicht das Geld einstecken, deinen Spielern einen guten Lohn bezahlen, einen grossen Kader voller Talente haben, an grossen Wettbewerben wie der Champions League teilnehmen und dann entscheiden, wann du spielen möchtest.»

Sutton, der als TV-Experte beim Premier-League-Rechteinhaber BT Sport tätig ist, fühlte sich wohl persönlich angegriffen, als sich Klopp am Samstag nach Liverpools Remis bei Brighton im Interview mit BT Sport in Rage redete. Klopp war unter anderem nicht glücklich darüber, das der TV-Sender und die Liga entschieden hatten, dass die «Reds» nach ihrem Mittwochspiel in der Champions League bereits am frühen Samstagnachmittag wieder auf den Platz schreiten mussten. 



Der Coach machte den TV-Sender gar für die Verletzung von James Milner verantwortlich. Dieser musste gegen Brighton mit Muskelproblemen ausgewechselt werden. Als Reporter Des Kelly sich nach Milners Verletzung erkundigte, erwiderte Klopp sarkastisch: «Ja, der Oberschenkel, Gratulation!» Dies sei nicht an den Reporter persönlich gerichtet, aber: «Sie arbeiten ja für die» (Anm. d. Red.: BT Sport).

Chris Suttons Kommentar dazu: «Für den Trainer des FC Liverpool ist es beschämend, BT Sport die Schuld an Milners Verletzung zu geben.» Schliesslich habe auch der englische Meister den hochdotierten Vertrag mit den TV-Sendern unterschrieben, «aber Klopp möchte seinen Kuchen haben und ihn essen. Sich dann über ein Spiel am Samstag um 12.30 Uhr (Ortszeit) zu beschweren, ist ziemlich erbärmlich».

Was Klopp so sehr auf die Palme bringt, ist der Fakt, dass die Verletzungsliste bei den «Reds» immer länger wird. Milner ist bereits der achte potenzielle Stammspieler, der die nächsten Spiele zu verpassen droht. Immerhin kann Klopp vor dem Champions-League-Spiel gegen Ajax (Dienstag um 21 Uhr live auf «blue Sport») verlauten lassen, dass der eine oder andere Verletzte Fortschritte macht. Darunter auch Xherdan Shaqiri, der im nächsten Ligaspiel am kommenden Sonntag gegen Wolverhampton wieder mit von der Partie sein könnte.



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