Conference-League-Quali: Basel besiegt Ujpest nach Rückstand ++ Feyenoord zu stark für Luzern

Red

5.8.2021

Artur Cabral brachte den FC Basel mit dem Ausgleichstor zurück in die Spur
Artur Cabral brachte den FC Basel mit dem Ausgleichstor zurück in die Spur
Bild: Keystone

In der vorletzten Qualifikationsrunde der Conference League scheint Luzern schon mit anderthalb Beinen ausgeschieden. Die Innerschweizer verlieren das Hinspiel zuhause gegen Feyenoord Rotterdam 0:3. Der FC Basel dagegen besiegt Ujpest Budapest auswärts mit 2:1.

Red

5.8.2021

Der FC Basel gewinnt in Budapest gegen den ungarischen Cupsieger Ujpest mit 2:1 und geht mit einer guten Ausgangslage ins Heimspiel der 3. Qualifikationsrunde für die Conference League am nächsten Donnerstag.

Es ist ein schmeichelhaftes Resultat für den FC Basel. Im fünften Saisonspiel hätte es sehr wohl die ersten Punktverluste absetzen können für die Mannschaft von Patrick Rahmen. Sie schaffte es aber, trotz einer von vielen Mängeln begleiteten Vorstellung aus einem 0:1 ein 2:1 zu machen. Arthur Cabral traf in der 55. Minute mit dem Kopf zum Ausgleich, nachdem ein Gegenspieler ihm den Ball unfreiwillig weitergeleitet hatte. Und in der 74. Minute lieferte der Brasilianer das Zuspiel zum 2:1 von Darian Males, der wohl im Abseits stand.

Basel war die spielerisch bessere Mannschaft mit den technisch stärkeren Akteuren. Das war über die gesamte Spielzeit offensichtlich. Nur tat sich der FCB schwer mit den körperlich robusten Gastgebern, die nach Basler Ballverlusten jeweils rasch auf Offensive umschalteten. Ein Fehlpass von Matias Palacios ermöglichte dem französischen Spielmacher von Ujpest, Yohan Croizet, das 1:0 fünf Minuten vor der Pause. Die Fehler im Basler Mittelfeld führten vor allem in der Startviertelstunde zu gefährlichen Abschlüssen von Ujpest: einmal musste Goalie Heinz Lindner retten, einmal verhinderte der Pfosten einen Gegentreffer.

Luzern gegen Feyenoord ohne Chance

Dem FC Luzern misslingt der Auftakt in die Qualifikation für die Conference League. Der Cupsieger unterliegt in der vorletzten Runde vor der Gruppenphase daheim Feyenoord Rotterdam mit 0:3.

Dafür, dass dem FC Luzern am kommenden Donnerstag in der niederländischen Hafenstadt die grosse Wende gelingt, spricht wenig. Feyenoord dominierte das erste Duell der beiden Teams deutlich. Vor allem in der ersten Halbzeit stand Luzern mit seiner vorsichtigen Taktik auf verlorenem Posten. Der formstarke Guus Til sorgte mit seinen Toren (9. und 38.) für die 2:0-Pausenführung. Der 23-Jährige hat in drei Spielen nun fünfmal getroffen.

Varols Tasar (links) und der FC Luzern hatten im Hinspiel gegen Feyenoord klar das Nachsehen.
Varols Tasar (links) und der FC Luzern hatten im Hinspiel gegen Feyenoord klar das Nachsehen.
BIld: Keystone

Der FC Luzern steigerte sich nach der Pause soweit, dass er zu einigen Abschlüssen kam. Dreimal verfehlte etwa Filip Ugrinic, der gefährlichste Innerschweizer, das Tor. Ansonsten war das Team von Fabio Celestini mehrheitlich in der Defensive gefordert. Diese Aufgabe verrichtete es gegen die spielerisch überzeugenden Niederländer nicht immer stilsicher. Vor den beiden ersten Gegentoren gingen die Luzerner zu wenig konsequent ans Werk. Und das 0:3 war ein Geschenk von Goalie Vaso Vasic, dem Ersatz des verletzten Marius Müller: Er spielte den Ball in der Schlussphase beim Versuch, einen kurzen Pass zu spielen, in die Füsse von Torschütze Luis Sinisterra.

Telegramme:

Ujpest Budapest – Basel 1:2 (1:0)

SR Brisard (FRA). – Tor: 40. Croizet 1:0. 55. Cabral (Males) 1:1. 74. Males (Cabral) 1:2.

Ujpest Budapest: Banai; Kastrati, Koutroubis, Abdoulaye; Pauljevic (79. Simon), Csongvai (90. Jevtoski), Onovo, Mitrovic, Antonov; Croizet (79. Katona); Junior Tallo (35. Mucsanyi).

Basel: Lindner; Lang (68. Lopez), Cömert, Frei, Pelmard; Quintilla, Kasami (39. Males); Zhegrova (46. Millar), Palacios (89. Xhaka), Stocker (69. Esposito), Cabral.

Bemerkungen: Basel ohne Petretta, Djiga, Padula und Nikolic (alle verletzt). 6. Pfostenschuss Pauljevic. Verwarnungen: 34. Abdoulaye (Foul), 49. Antonov (Foul).

Luzern – Feyenoord Rotterdam 0:3 (0:2)

SR Hernandez (ESP). – Tore: 9. Til 0:1. 39. Til 0:2. 84. Sinisterra 0:3.

Luzern: Vasic; Farkas (63. Domgjoni), Badstuber, Burch, Frydek; Ndiaye, Gentner, Schulz (78. Emini), Ugrinic; Sorgic (78. Alounga), Tasar (63. Wehrmann).

Feyenoord Rotterdam: Bijlow; Pedersen, Trauner, Senesi, Malacia; Toornstra, Kökçu (78. Fer), Til; Jahanbahksh (74. Bozenik), Linssen, Sinisterra (87. Haps).

Bemerkungen: Luzern ohne Müller, Schürpf, Ndenge und Alabi (alle verletzt). Verwarnungen: 41. Farkas (Foul). 44. Kökçu (Foul). 45. Burch (Foul).