«Die Schweiz hat gezeigt, was im Fussball alles möglich ist»

tbz

22.11.2018

Ottmar Hitzfeld besiegte mit der Schweiz auch einst den Weltranglistenersten, damals Spanien.
Bild: Getty

Nach dem 5:2-Erfolg über Belgien lobt Ex-Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld die aktuelle Mannschaft. Er ist sich zudem sicher, dass die Bayern noch deutscher Meister werden.

In einem Interview mit «Goal» schwärmt Ottmar Hitzfeld von der Schweizer Nationalmannschaft nach deren spektakulären Sieg über Belgien. Auf die Frage, ob Deutschland sich die Schweiz als Vorbild nehmen könne, nachdem diese die Finalrunde der Nations League erreichte, meint der ehemalige Nati-Trainer: «Die Schweiz hat gezeigt, was im Fussball alles möglich ist. Der Sieg gegen Belgien hat bewiesen, welche Qualität in dieser Mannschaft steckt.»

Überrascht ist der 69-jährige allerdings keineswegs: «Der Erfolg für mich kein Zufall. Angesichts von nur acht Millionen Einwohnern kann man das allerdings nicht hoch genug einschätzen.» Trotz des eindrücklichen Erfolges könnte sich Hitzfeld nicht vorstellen, das Team noch einmal zu betreuen: «Ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung, nach der WM 2014 als Trainer aufgehört zu haben. Mich muss keiner mehr anrufen.»

«Am Ende werden die Bayern Meister»

Die aktuelle Krise des FC Bayern München empfindet Hitzfeld nicht als grosses Problem. «Zunächst einmal ist es für die Bundesliga enorm wichtig, dass endlich wieder Spannung herrscht. Jetzt ist Dortmund wieder vorne, weil sie am oberen Limit spielen. Die Frage wird aber sein, wie sie mit Rückschlägen umgehen werden. Ich glaube nach wie vor, dass Bayern am Ende Meister wird. Die Saison ist noch lang und die Bayern darf man nie abschreiben.»

Lobende Worte findet Hitzfeld auch für den aktuellen Dortmund-Trainer Lucien Favre. Er beschreibt ihn als akribischen, modernen Trainer, der nie zufrieden sei und meint: «Er lässt offensiven Fussball spielen und achtet trotzdem auf die defensive Organisation.» Dortmund habe seiner Meinung nach die richtigen Lehren aus der letzten Saison gezogen und sei den Bayern beim Umbau einen Schritt voraus.

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