Nati-Check

Die Schweizer glänzen – ganz besonders Tormaschine Gavranovic

pat

23.4.2018

Mario Gavranovic präsentiert sich in Topform.
Mario Gavranovic präsentiert sich in Topform.
Bild: Twitter

Etwas weniger als zwei Monate vor der WM zeichnet sich ein erfreuliches Bild. Viele Schweizer Söldner nähern sich ihrer Bestform und steigern so die Vorfreude auf das grosse Turnier in Russland.

🔥 Gavranovic ist der Mann der Stunde 🔥

Mario Gavranovic (Dinamo Zagreb): Der 28-Jährige ist in bestechender Form und entscheidet am Wochenende nicht nur das Spiel, sondern höchstwahrscheinlich auch die Meisterschaft. Beim 2:1 gegen Verfolger Hajduk Split erzielt der Schweizer Nati-Stürmer beide Tore. In dieser Saison hat Gavranovic wettbewerbsübergreifend schon 21 Treffer erzielt und 8 vorbereitet. Hinzu kommen 1 Treffer und 2 Assists aus dem letzten Länderspiel-Test (6:0) gegen WM-Teilnehmer Panama.

Diese Söldner bereiteten uns am Wochenende ebenfalls Freude

Remo Freuler (Atalanta Bergamo): Dank dem 2:1-Sieg gegen Torino steht Atalanta zurzeit auf einem Europcup-Platz. Freuler erzielt in der 53. Minute mit einem Kopfball das erste Tor der Partie. Bereits im letzten Spiel reihte sich der Mittelfeldspieler unter die Torschützen.

Breel Embolo (Schalke 04): Nach seiner Verletzungspause braucht er im Spiel gegen Köln keine Anlaufszeit. Bereits in der 5. Minute schiesst er die Knappen in Führung. Wenig später wird er im Strafraum klar gefoult, der Elfmeterpfiff bleibt aber aus. Nach 45 Minuten ist sein Werktag beendet, Embolo wird durch Burgstaller ersetzt. Der Schweizer muss von der Bank aus mitansehen, wie Schlusslich Köln in der 83. Minute den Ausgleich erzielt.

Denis Zakaria (Gladbach): Der 21-Jährige zeigte beim 3:0 gegen Wolfsburg eine starke Leistung im zentralen Mittelfeld und glänzte mit statistischen Topwerten: 100% Passquote und 80% gewonnene Zweikämpfe.

Manuel Akanji (Dortmund): Er ersetzt den aus dem Kader gestrichenen Captain Marcel Schmelzer und läuft deshalb als linker Aussenverteidiger auf. Defensiv wird er beim 4:0 gegen Leverkusen kaum gefordert, dafür setzt er ein offensives Glanzlicht. Den dritten Treffer der überragend aufspielenden Dortmunder leitet er mit einem herrlichen langen Ball ein.

Fabian Schär (La Coruña): Beim 0:0 gegen Leganes setzt Trainer Seedorf erneut auf Schär. Die sechs Punkte Rückstand auf den Nichtsabstiegsplatz sind aber in den letzten vier Runden kaum noch aufzuholen, zumal La Coruña noch auf Barcelona und Valencia trifft.

Granit Xhaka (Arsenal): Mit einem punktgenauen Eckball in den Rückraum des Sechzehners bereitet der unumstrittene Stammspieler das 1:0 vor. Schon zuvor brennt es im West-Ham-Strafraum nach einem Xhaka-Corner lichterloh. Am Ende gewinnt Arsenal Spiel 1 nach Wengers Rücktrittserklärung dank 3 Treffern in den letzten 8 Minuten mit 4:1.

Die Bundesliga-Torhüter Yann Sommer (Gladbach), Roman Bürki (Dortmund) und Marwin Hitz (Augsburg) feierten am Wochenende alle «Zu-Null-Siege».

Rodriguez steht für einmal neben den Schuhen

Ricardo Rodriguez (AC Milan): Nach dem 2:2 im Dezember blamiert sich die AC Milan bereits zum zweiten Mal in dieser Saison gegen das abgeschlagene Schlusslicht Benevento. Nach der 0:1-Niederlage am Samstag rutschen die Mailänder in der Tabelle auf Platz 7, was bedeuten würde, dass man das internationale Geschäft verpasst. Ricardo Rodriguez ist am Gegentreffer nicht unschuldig und hat schon einige Minuten zuvor Glück, dass sein missglückter Rückpass nicht im eigenen Kasten landet.

Die Sorgenkinder der Nation

Steven Zuber (Hoffenheim): Seinen letzten Startelf-Einsatz hatte Zuber am 27. Januar bei der 2:5-Pleite gegen Bayern München. Seither wurde er nur noch zweimal eingewechselt. Beim 5:2 gegen Leipzig blieb er erneut nur Zuschauer. In der Bundesliga wurde er zuletzt am 31. März eingesetzt, vier Tage nachdem er in der Nati gegen Panama (6:0) gross aufspielte und ein Tor sowie einen Assist verbuchte.

Haris Seferovic (Benfica Lissabon): Beim 2:1 gegen Estoril darf er ab der 80. Minute aufs Feld. In den letzten vier Spielen wurde Seferovic zwar jedes Mal eingewechselt, insgesamt spielte er dabei aber nur 38 Minuten und hatte kaum Einfluss aufs Spielgeschehen. In der gesamten Rückrunde hat er magere 46 Minuten gespielt, also gut eine Halbzeit.

Admir Mehmedi (Wolfsburg): Er fehlt nach seiner Mittelfuss-OP immer noch verletzt und muss mitansehen, wie die Wölfe immer mehr in den Abstiegsstrudel geraten. Ob er bis zur WM fit wird, ist fraglich.

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