Bayern und BVB mit Pflichtsiegen vor Liga-Gipfel – Gladbach taucht gegen Leverkusen

SDA

23.5.2020 - 17:37

Dortmund feiert im zweiten Spiel nach der Corona-Pause den zweiten Sieg.
Source: Keystone

Bayern München und Dortmund haben auch ihr zweites Spiel nach dem Bundesliga-Neustart gewonnen. Damit gehen die Münchner mit vier Punkten Vorsprung ins Direktduell vom Dienstag. Gladbach unterliegt im Verfolgerduell Leverkusen.

Bislang geht es für die beiden Meisterkandidaten trotz der gewöhnungsbedürftigen Atmosphäre in den Stadien so weiter wie vor der langen Pause. Bayern München kam in der 27. Runde durch das 5:2 gegen Eintracht Frankfurt genauso zum sechsten Sieg in Folge wie die Dortmunder, die in Wolfsburg 2:0 gewannen.

Fast sieben Monate nach dem blamablen 1:5 in Frankfurt, das Niko Kovac das Traineramt bei den Bayern gekostet hatte, gelang die Revanche trotz zweier Gegentore innerhalb von vier Minuten. Leon Goretzka, Thomas Müller und Robert Lewandowski mit seinem 27. Saisontor schossen die Bayern bis 40 Sekunden nach der Pause 3:0 in Front. Der Österreicher Martin Hinteregger sorgte mit seinem Doppelschlag in der 52. und 55. Minute wieder für nicht mehr erwartete Spannung.

Doch die Frankfurter sind nicht umsonst dem Abstieg näher als den europäischen Plätzen. Die Mannschaft von Adi Hütter brachte sich rasch selber wieder in Schwierigkeiten. Eine unglückliche Intervention von Captain Gelson Fernandes führte nach einer knappen Stunde zum 2:4 und schliesslich war es Doppeltorschütze Hinteregger, der mit einem sehenswerten Eigentor für die endgültige Entscheidung sorgte.

BVB mit Pflichtsieg

Die Dortmunder erlebten ein weniger hektisches Spiel, bekundeten aber zwischenzeitlich Mühe. Nachdem Raphaël Guerreiro in der 32. Minute sein drittes Tor seit dem Neustart erzielt hatte, taten sich die Favoriten schwerer. Den Dortmunder Sieg brachte zweimal ein Schweizer in Gefahr, bevor Achraf Hakimi mit dem 2:0 eine knappe Viertelstunde vor Schluss alles klar machte. Renato Steffen schoss kurz nach der Pause aus idealer Position über das Tor von Roman Bürki. Und in der 62. Minute war es wieder der Aargauer, der für Gefahr sorgte – diesmal musste Bürki eingreifen.

«Man kann das Spiel nicht 90 Minuten lang kontrollieren», sagte Favre. «In der zweiten Halbzeit war es nicht mehr so gut, aber immer noch gut.» Zum bevorstehenden Spitzenspiel vom Dienstag wollte sich der Romand noch nicht äussern. Er wolle zuerst diesen Erfolg geniessen. Das seine Mannschaft unter Druck stehen wird, steht aber ausser Frage. Eine Niederlage und der daraus resultierende Sieben-Punkte-Rückstand dürfte kaum wettzumachen sein.

Gladbach unterliegt Leverkusen im Duell um Platz drei

Einen Rückschlag im Rennen um die Champions-League-Plätze musste Borussia Mönchengladbach vor seinen über 13'000 aus Karton gebastelten Fans hinnehmen. Das Entscheidende spielte sich im Borussia-Park zwischen der 52. und 58. Minute ab. Zuerst glich Marcus Thuram für die Gladbacher aus und scheiterte etwas später auf dem Weg zum möglichen 2:1. Fast im Gegenzug touchierte Nico Elvedi im eigenen Strafraum Karim Bellarabi bei seinem Abwehrversuch. Obwohl der Leverkusener erst nach dem Torabschluss fiel, entschied der Schiedsrichter auf Penalty. Kai Havertz verwertet den Versuch mit viel Glück: Yann Sommer berührte den Ball noch.

Leverkusen, das in der 81. Minute durch Sven Bender noch zum 3:1 traf, überholte in der Tabelle Mönchengladbach und ist neu Dritter. In den beiden Partien seit dem Neustart haben die Leverkusener sieben Tore erzielt, vier davon steuerte Havertz bei. Der 20-Jährige hatte gegen Mönchengladbach schon in der 7. Minute das 1:0 erzielt. Bereits kurze Zeit später musste bei Mönchengladbach Breel Embolo das Spiel mit einem lädierten Knöchel verlassen. Der ehemalige Basler war von Havertz unglücklich gefoult worden.

Befreiungsschlag für Werder Bremen

Im Abstiegskampf gelang Werder Bremen der erste Sieg nach zuletzt sieben Partien mit nur einem Punktgewinn. Leonardo Bittencourt schoss den Vorletzten in der 19. Minute zum 1:0-Sieg in Freiburg. Michael Lang kam in der Schlussphase für die Bremer zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz seit Mitte Dezember und erlebte noch einen Schreckmoment hautnah. Freiburg schoss in der 89. Minute den vermeintlichen Ausgleich, der aber vom VAR aberkannt wurde.

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