Favres Plan gegen die Bayern: Mit Intelligenz zum Sieg

8.11.2018 - 20:20, jar

Lucien Favre will die Tabellenführung in der Bundesliga weiter ausbauen.
Bild: Getty

Am Dienstag gab es für Lucien Favre in Madrid die erste Pflichtspielniederlage seit seiner Ankunft bei Borussia Dortmund. Dass diese ausgerechnet vor dem Spitzenspiel gegen Bayern München kommt, muss nicht unbedingt schlecht sein.

15 Spiele ohne Niederlage – mit dieser Rekord-Bilanz reiste Lucien Favre am Montag nach Madrid. Noch nie zuvor hatte ein BVB-Trainer seine ersten 15 Partien bei Dortmund nicht verloren. Am Dienstag kam sie dann, die erste Pleite für den Schweizer als BVB-Coach. Bei Atlético Madrid verloren die Deutschen mit 0:2, nachdem sie das Hinspiel vor zwei Wochen noch klar mit 4:0 für sich entscheiden konnten.

Der BVB hat dennoch als Gruppenerster weiterhin beste Chancen auf die Champions-League-Achtelfinals. Alles halb so wild, denkt sich auch Hans-Joachim Watzke: «Ich bin ein bisschen froh darüber, dass es vorbei ist mit dieser langen Serie. Das schärft die Sinne für Samstag», wird der Dortmund-Boss nach der Niederlage in Madrid von der «Bild» zitiert. Am Samstag kommt es für den BVB nämlich zum ultimativen Prüfstein, zum Spitzenspiel gegen Bayern München.  

Mit einem Sieg kann der Leader den Abstand auf den Meister auf sieben Punkte ausbauen, bei einer Niederlage sind die Bayern fast wieder gleichauf. «Wir fahren nicht als Favorit nach Dortmund, sondern als Aussenseiter zum ersten Mal seit langer Zeit», meint Bayern-Präsident Uli Hoeness am Mittwoch nach dem 2:0-Erfolg der Münchner gegen AEK Athen.

Den Dortmundern ist es egal, ob sie nun als Favorit gelten oder nicht. «Davon führst du auch nicht 1:0», sagt etwa Sportdirektor Michael Zorc. «Wir geniessen unsere Situation. Entscheidend ist aber doch die Strecke über 34 Spieltage.»

«Ein Tor mehr machen als Bayern»

Die letzten vier Duelle im «deutschen Clasico» konnten die Bayern für sich entscheiden. Beim letzten Aufeinandertreffen im März dieses Jahres gab es für den BVB gleich eine 0:6-Klatsche! Diesmal soll alles anders werden. Und Favre hat auch schon einen Plan: «Angreifen, pressen, sehr gut und intelligent verteidigen und intelligent angreifen», sagt der Schweizer am Donnerstag auf der Pressekonferenz. Am Ende ist die Rechnung ganz einfach: «Wir müssen ein Tor mehr machen als sie.» Ein Spiel auf Remis gibt es bei Favre nicht. «Wir wollen jedes Spiel gewinnen», sagt er.

Entscheidend könnte sein, wie stabil Dortmund in der Abwehr steht. Zuletzt hatte der BVB in der Abwehr mit Verletzungen zu kämpfen. Manuel Akanji ist nach seiner Hüftverletzung zurück im Team, dem Schweizer fehlt womöglich noch ein wenig die Spielpraxis. Ungewiss ist, ob sein Innenverteidiger-Kollege Abdou Diallo (Adduktorenprobleme) am Samstag wieder fit ist. «Wir wissen noch nicht, wie wir in der Abwehr spielen werden», sagt Favre. Auf jeden Fall müsse sein Team «sehr konzentriert und clever spielen.»

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