Geständnis: So trickste Kiessling mit Hilfe seiner Frau in Leverkusen

6.12.2018 - 09:30, pat

Stefan Kiessling spielte zwölf Saisons für Bayer Leverkusen.
Bild: Getty

Bayer-Leverkusen-Legende Stefan Kiessling hat während seiner Aktivzeit in der Saisonvorbereitung Jahr für Jahr geschummelt. Seine Frau spielte dabei eine entscheidende Rolle.

Vor fünf Monaten hat Stefan Kiessling seine Karriere beendet. In 403 Bundesliga-Spielen hat der ehemalige Top-Stürmer 144 Tore erzielt. Inzwischen arbeitet er bei Leverkusen als Assistent von Geschäftsführer Rudi Völler.

Gegenüber «Sport Bild» hat der inzwischen 34-Jährige ein überraschendes Geständnis abgelegt. In der Saisonvorbereitung hat er offenbar gerne eine ruhige Kugel geschoben anstatt sich intensiv auf die neue Spielzeit vorzubereiten: «Man bekommt eine Pulsuhr auf der alle Läufe gespeichert werden. Da meine Frau sehr sportlich ist, hat sie mit der Pulsuhr auf dem Cross-Trainer den einen oder anderen Lauf nach den Vorgaben für mich gemacht – so gut, dass es niemand nachvollziehen konnte.»

«Schatz, ich gehe heute nicht mit in den Fitness-Raum. Ich bleibe lieber am Strand.»

Stefan Kiessling zu seiner Frau Norina

Er habe in keiner Vorbereitung alle Läufe zu 100 Prozent gemacht, so Kiessling, «nicht einmal», ergänzt er. Von Sommer 2006 bis 2018 spielte er für Leverkusen, in der Saison 2012/13 erzielte er 25 Treffer und wurde Torschützenkönig. An der WM 2010 gehörte er dem Kader der Nationalmannschaft an und holte sich mit Deutschland Platz drei – allerdings wurde er nur zweimal eingesetzt und spielte insgesamt während lediglich 24 Minuten.

In der Sommerpause vor seiner letzten Saison liess er es besonders ruhig angehen. Er sei mit seiner Frau in Mexiko gewesen und da habe er ihr ganz bewusst gesagt: «Schatz, ich gehe heute nicht mit in den Fitness-Raum. Ich bleibe lieber am Strand.» In der Folge stand die Bayer-Legende nicht ein einziges Mal in der Startelf, wurde lediglich acht Mal eingewechselt und spielte magere 74 Minuten. Ihm gelang weder ein Tor noch ein Assist. Vielleicht hätte Leverkusen in Kiesslings letzter Saison besser auf seine topfitte Frau gesetzt.

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