Hertha-Trainer Dardai: «Von Lucien Favre kann man nichts lernen»

16.3.2019 - 08:34, lbe

Standen sich bereits in der Vorrunde an der Seitenlinie gegenüber: Pal Dardai (im Hintergrund) und Lucien Favre (rechts).
Bild: Keystone

Hertha-Trainer Pal Dardai war in Berlin einst Spieler von Lucien Favre. Vor dem Duell mit seinem einstigen Lehrmeister erklärt der Ungar, weshalb er vom Schweizer Erfolgstrainer nichts lernen konnte.

Am Samstag steht für Borussia Dortmund das schwierige Gastspiel in Berlin gegen die Hertha an. Für Trainer Lucien Favre ist die Reise nach Berlin eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte – von 2007 bis 2009 war der 61-Jährige Trainer bei den Berlinern und führte die Hertha in der Bundesliga 2009 auf den starken vierten Platz.

Im defensiven Mittelfeld setzte Favre damals auf den Ungaren Pal Dardai, der in langen 14 Jahren 286 Bundesliga-Spiele für die Hertha absolvierte und seine Karriere 2013 nach zwei Saison in der zweiten Mannschaft auch in Berlin beendete. Seit Februar 2015 ist der 42-Jährige der Cheftrainer und steht mit seiner Mannschaft in der aktuellen Spielzeit auf Platz 10 der Tabelle.

Dardai (links) spielte bei Hertha Berlin einst unter Trainer Lucien Favre.
Bild: Keystone

Dardai macht klar, dass er eine starke Mannschaft im Olympiastadion zu Gast erwartet. «Wir müssen hoch konzentriert sein und fehlerfrei. Wir dürfen den schnellen Spielern keinen Platz bieten, müssen die Räume eng machen, damit sie ihre Top-Geschwindigkeit gar nicht erst erreichen.» Das dämpft die Vorfreude des Ungaren aber nicht: «Vor voller Hütte zu spielen, macht allen Spass. Wir haben gegen Dortmund fast immer gut ausgesehen. Ausserdem freue ich mich auf Favre.»

«Favre hat ein überragendes Bauchgefühl»

Im Hinblick auf seine Trainerkarriere konnte er aus seiner Zeit unter Lucien Favre aber nicht profitieren. «Nein, von Lucien Favre kann man nichts lernen», äussert er sich gegenüber «Bild» – nur ein kleiner Seitenhieb vor dem heissen Duell am Samstag?

Nein! Aber auch keine Kritik. Dardai erklärt: «Er macht alles mit Gespür, er hat ein gutes Näschen und ein überragendes Bauchgefühl. Er weiss, welche Spieler zusammenpassen, wer wie und wo spielen muss. Das kann man nicht lernen.» Wohl auch deshalb ist der 42-Jährige überzeugt, dass Dortmund den Bayern die Meisterschaft trotz einigen Rückschlägen streitig machen werden. «Ich denke, der Titel wird erst am letzten Spieltag vergeben.»

Bis dahin sind allerdings noch acht Runden zu spielen und vielleicht sorgt Dardai selbst mit seiner Mannschaft am Samstag für eine erste Vorentscheidung. Anpfiff ist um 18.30 Uhr.

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