Nach Corona Hoeness: «Es wird eine neue Fussball-Welt geben»

DPA

26.3.2020

Uli Hoeness: «Alle, die Voraussagen über einen möglichen Neu-Start der Spiele machen, sind Scharlatane.»
Uli Hoeness: «Alle, die Voraussagen über einen möglichen Neu-Start der Spiele machen, sind Scharlatane.»
Bild: Keystone

Nach Ansicht von Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeness wird die Welt des Fussballs nach dem ungewissen Ende der weltweiten Coronavirus-Pandemie eine völlig andere sein.

«Man kann es nicht vorschreiben, aber 100-Millionen-Euro-Transfers kann ich mir in der nächsten Zeit nicht vorstellen. Die Transfersummen werden fallen, die Beträge werden sich in den kommenden zwei, drei Jahren nicht mehr auf dem bisherigen Niveau bewegen können», sagt der langjährige Präsident es FC Bayern München in einem Gespräch mit dem Fachmagazin «Kicker». «Denn es sind alle Länder betroffen», meint der 68-Jährige. «Es wird sehr wahrscheinlich eine neue Fussballwelt geben.»

«Falls es bis Weihnachten keine Spiele gibt, ist die Existenzgrundlage der gesamten Liga bedroht»

In der aktuellen Situation sieht Hoeness indes nicht nur eine Gefahr, sondern auch die Chance, «dass die Koordinaten etwas verändert werden können». Die Politik in Deutschland mache «einen sensationellen Job», sagt der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters und fordert: «Jetzt muss Solidarität gelebt, nicht nur erzählt werden.» Und: «Es geht um Menschenleben» – deshalb sollten sich alle unbedingt an die verabschiedeten Regelungen halten.

Die künftige Entwicklung auch im Spielplan der Bundesliga sei zwar derzeit ungewiss. Hoeness sagt aber: «Auch Spiele ohne Zuschauer garantieren die Verteilung der Fernseh-Gelder, und wenn das klappt, gibt es für 2019/20 kein existenzielles Problem.» Falls es bis Weihnachten jedoch keine Spiele geben sollte, betonte Hoeness, dann sei «die Existenzgrundlage der gesamten Liga bedroht». Alle, die Voraussagen über einen möglichen Neu-Start der Spiele machen, seien «Scharlatane».

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport