Hoeness fordert vom DFB ein «professionelles Management»

Martina Baltisberger

19.8.2018

Uli Hoeness fordert Veränderungen beim DFB.
Getty Images

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeness hat nach dem Desaster der deutschen Nationalmannschaft bei der Fussball-WM klare Erwartungen an Bundestrainer Joachim Löw und den DFB geäussert.

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeness hat nach dem Desaster der deutschen Nationalmannschaft bei der Fussball-WM klare Erwartungen an Bundestrainer Joachim Löw und den DFB geäussert. Das Vorrunden-Aus sei «ein Alarmzeichen» gewesen. «Es muss sich etwas ändern», forderte der Präsident des FC Bayern München am Sonntag in der Sendung «Wontorra – der Fussball-Talk» des TV-Senders Sky Sport News HD. Ein zentraler Vorschlag von Hoeness lautet, die Nationalmannschaft aus dem Deutschen Fussball-Bund herauszulösen und mit einem «professionellen Management» auszustatten. Die DFB-Führung um Präsident Reinhard Grindel könne als Aufsichtsrat fungieren.

Löw soll 2. Chance bekommen

Löw habe angesichts eines laufenden Vertrages bis zur nächsten WM 2022 in Katar und wegen der vorangegangenen Erfolge als Bundestrainer in der Amtszeit seit 2006 eine Chance zum Neubeginn verdient. «Er hatte einen Bonus», sagte Hoeness. Der 58 Jahre alte Löw müsse aber schnell wieder erfolgreiche Arbeit leisten, sonst könne der DFB «immer noch reagieren», erklärte Hoeness: «In zwei Jahren ist eine Europameisterschaft, bis dahin muss er die Mannschaft wieder in Schwung gebracht haben.» Ansonsten geht der Bayern-Präsident davon aus, dass Löw dann selbst entsprechende Konsequenzen ziehen würde. «Er wird jetzt hart arbeiten und sonst sagen: Arrivederci!»

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