Ibrahimovic rät holländischem Fussballer zum Karriereende

jar

5.6.2019

Philippe Hes (l.) wurde durch seine schlechte Torausbeute weltberühmt.
Bilder: Screenshot

Philippe Hes ist Amateur-Fussballer und erlangt weltweite Berühmtheit – wegen seiner schlechten Torausbeute. Viele Fussballstars muntern den holländischen Chancentod auf. Nur einer sagt mal wieder, was er wirklich denkt.

Der 31-jährige Philippe Hes stürmt in der Reserve-Mannschaft des holländischen Zweitliga-Aufsteigers AFC Amsterdam. Und trifft das Tor nicht mehr. Seine Bilanz in dieser Saison: 20 Spiele, null Tore. Das brachte seine Teamkollegen auf den Plan, den Chancentod zu veralbern. Sie brachten Raily Ignacio, Stürmer der ersten Mannschaft, dazu, sich in einem Video über Hes lustig zu machen.

Doch damit nicht genug: Immer mehr Fussballer äusserten sich in der Folge zur schlechten Torquote des Amateur-Kickers: Legenden wie Patrick Kluivert, Edwin van der Sar, Carles Puyol und David Trezeguet, die Ajax-Stars Matthijs de Ligt, Hakim Zyiech und Frenkie de Jong und sogar Formel-1-Fahrer Max Verstappen meldeten sich zu Wort und munterten Hes mit positiven Worten auf. «Du schaffst das» oder «viel Erfolg» ist in praktisch jedem Video zu hören. 

Nur in einem nicht: In jenem von Zlatan Ibrahimovic. Der schwedische Superstar, der seine grosse Karriere einst in Amsterdam lancierte, schüttelt nur den Kopf: «20 Spiele ohne Tor – was zum Teufel soll das?! Sowas habe ich noch nie gehört. Wenn du das Toreschiessen lernen willst, solltest du in meine Schule kommen.»

Der Stürmer von LA Galaxy rät Hes sogar zum Karriereende: «Ich kann mir vorstellen, dass du dich sehr schlecht fühlst. Vielleicht willst du mit dem Fussballspielen aufhören und wahrscheinlich wäre es das einzig Richtige. Also, viel Glück mit dieser Sche***-Torausbeute.»

Auch wenn Ibras Worte nicht wirklich aufmunternd sich, freut sich Philippe Hes riesig über die grosse Aufmerksamkeit: «Die Tatsache, dass ein Stürmer wie Zlatan sich die Mühe macht, ein solches Video zu machen, ist etwas ganz Besonderes. Ich werde jetzt noch härter trainieren.»

Ein Karriereende kommt aber noch nicht in Frage. «Nach so einer Saison kann ich nicht aufhören», sagt er, übt aber gleich Druck auf sich selbst aus: «Aber wenn ich im Dezember nicht getroffen habe, ist es Zeit aufzuhören.»

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