Julian Draxler kritisiert Trainer und Mitspieler scharf

pat

7.3.2018

Julian Draxler im Interview bei «ZDF».
Screenshot zdf.de

Der deutsche Nationalspieler Julian Draxler ist nach dem Achtelfinal-Aus in der Champions League mit Paris Saint-Germain ziemlich angesäuert. Bei seiner Analyse nimmt er kein Blatt vor den Mund.

Der 24-jährige Weltmeister wurde im Rückspiel gegen Real Madrid erst in der 76. Minute eingewechselt. Nach Spielschluss steht er den Kollegen von «ZDF» Red und Antwort. Dabei lässt er ordentlich Dampf ab und seine Körpersprache untermauert seine Unzufriedenheit doppelt und dreifach.

Auf die Frage, wie sehr er auf der Bank gelitten habe, antwortet Draxler: «Ich habe sehr gelitten. Ich glaube insgesamt war es viel, viel zu wenig von uns. Deswegen ist es schwierig zu akzeptieren, dass wir heute so sang- und klanglos ausgeschieden sind.» Die ganze Stadt sei heiss gewesen und natürlich auch die Mannschaft und sie hätten sich richtig viel vorgenommen. «Aber wenn wir dann so ein Spiel abliefern wie heute, wo kein Zug drin ist, wo keine Explosivität drin ist, dann kann man natürlich Real Madrid nicht ausschalten.» Mit diesen Aussagen lässt er kein gutes Haar an seinen Mitspielern, die seiner Meinung nach zu wenig gezeigt haben.

Und ein kleiner Seitenhieb an den Trainer

Indirekt greift Draxler auch seinen Trainer an, wenn er die Spielweise kritisiert. Sie hätten zwar ordentlich den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren lassen und mehr Ballbesitz gehabt, doch davon könne man sich eben rein gar nichts kaufen. «Du musst Real Madrid unter Druck setzen, wenn du 3:1 hinten liegst und nicht ein bisschen den Ball hin- und herschieben und hoffen, dass ein Tor fällt. Ich finde wir hätten gleich von Anfang an den Gegner unter Druck setzen müssen. Das haben wir nicht getan und deshalb sind wir auch verdient ausgeschieden.»

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