Kovac über mögliche Wintertransfers: «Stand jetzt werden wir nichts machen»

7.12.2018 - 16:45, dpa/jar

Niko Kovac glaubt nicht, dass die Bayern im Winter auf dem Transfermarkt zuschlagen werden.
Bild: Getty Images

Neun Punkte hat Bayern München schon Rückstand auf Borussia Dortmund. Verstärkt soll das Team von Niko Kovac im Winter aber nicht werden, wie der Trainer verrät.

«Die Klubs, die im Winter was machen müssen, haben ein grosses Problem, weil der Markt nicht so gross ist», sagt Niko Kovac am Freitag an der Pressekonferenz. Die Preise gingen in der Transferperiode im Januar in der Regel ins «Astronomische», bemerkt der 47-jährige Kroate. Selbstverständlich werde der FC Bayern wie alle anderen Klubs auch den Markt beobachten. Aber: «Wir werden – Stand jetzt – nichts machen.»

Einen Neuzugang für die Rückrunde hatten die Bayern schon im Sommer verpflichtet. Der 18-jährige kanadische Nationalspieler Alphonso Davies ist vom 1. Januar an für den Rekordmeister spielberechtigt. Der zehn Millionen Euro teure Flügelstürmer kommt von den Vancouver Whitecaps aus der nordamerikanischen Major League Soccer. Davies trainiert bereits in München mit seinen neuen Teamkollegen.

Ausserdem hat Kingsley Coman nach seinem Syndesmosebandriss vergangene Woche in Bremen sein Comeback gegeben und auch James Rodriguez (Aussenbandanriss Knie) dürfte bald zurückkehren. In der Rückrunde wird zudem mit Corentin Tolisso (Kreuzbandriss) ein weiterer potenzieller Stammspieler sein Comeback geben.

Keine Rotationen mehr

Vor dem Derby am Samstag (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg gibt Kovac eine Kostprobe seiner «klarer und deutlicher» gewordenen Ansprache ans Team. «Ich habe gesagt, okay, die Rotation wird stattfinden, aber nur dann, wenn einer verletzt ist beziehungsweise wenn wirklich jemand total am Boden ist», so der Coach.

Ob der zuletzt erkrankt fehlende Mats Hummels, der noch verletzte James Rodríguez oder ein langjähriger Leistungsträger wie Javi Martínez – Kovac nimmt keine Rücksicht mehr auf Einzelne. «Für diejenigen, die hinten dran sind, ist das sicherlich nicht angenehm. Aber das ist das Geschäft und jeder muss damit klarkommen», sagt Kovac. «Wenn ein Spieler dann die Möglichkeit bekommt, und die muss er sich im Training erarbeiten, muss er sie auch nutzen. Der Kader ist bekannt – und die erste Elf im Moment auch.»

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