ManUtd-Coach Solskjaer: «Ich werde Schmetterlinge im Bauch haben»

15.4.2019 - 16:09, pat

Ole Gunnar Solskjaer will mit ManUtd auch als Trainer Geschichte schreiben.
Bild: Keystone

Die Aussichten für ManUtd, nach dem 0:1 im Hinspiel zuhause gegen Barcelona die Halbfinals der Champions League zu erreichen, sind nicht rosig. Solskjaer hat im Camp Nou aber schon einmal ein Wunder erlebt.


1999 hat Ole Gunnar Solskjaer Manchester United im Champions-League-Final gegen Bayern München in der dritten Minute der Nachspielzeit zum Sieg geschossen. Den Ausgleichstreffer erzielte Teamkollege Teddy Sheringham zwei Minuten zuvor. 20 Jahre ist das nun her, doch es gibt kaum einen Fussballfan, der sich nicht an dieses Spiel erinnern kann. Und ja, gespielt wurde im legendären Stadion des FC Barcelona.

Heute ist Solskjaer nicht mehr Manchesters Edeljoker, sondern der Trainer. Vor dem Rückspiel in Barcelona sagt er: «Es wird nicht entschieden sein, bevor wir nicht 90 Minuten im Camp Nou gespielt haben.» Wer sollte das besser wissen  als er? Allerdings betont er, dass das Spiel damals nichts mit dem hier und jetzt zu tun hat. Als Motivationsspritze diene viel mehr das Spiel gegen PSG, der Auswärtssieg bei Juventus Turin und weitere starke Leistungen auf fremden Plätzen.

Solskjaer ist sich allerdings auch der Heimstärke Barcelonas bewusst: «Normalerweise verlieren sie zuhause nicht.» Kämpferisch schiebt er hinterher: «Aber wir können dafür sorgen.» Er glaube nicht an Schicksal, so Solskjaer, aber er glaube daran, dass man bekomme, was man verdiene. «Ich werde Schmetterlinge im Bauch haben und kann es kaum erwarten, bis es losgeht. Das ist die grösste Bühne…»

ManUtd kann einen Rückstand wettmachen

Mittelfeldspieler Juan Mata dagegen schöpft auch Mut aus der Geschichte. Die Bilder der legendären Wende von 1999 hätten sie im Kopf. «Solskjaer wird in seiner Ansprache sicher davon erzählen. Und wir werden versuchen, den United-Fans dort eine weitere grossartige Nacht zu bescheren.» Darf man den Aussagen des Trainers Glauben schenken, dann wird er den Sieg von 1999 nicht erwähnen. Das wird auch nicht nötig sein, er ist ohnehin in den Köpfen drin.

Dass die «Red Devils» in der Lage sind, einen Hinspiel-Rückstand (0:2) wettzumachen, haben sie im Achtelfinal in Paris unter Beweis gestellt. Lukaku, der in Paris auf dem Weg zum 3:1-Triumph zwei Treffer erzielte, gibt allerdings zu bedenken: «Barça ist nicht PSG. Sie sind auf einem anderen Niveau.»

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