Mourinho greift seine Spieler: «Dann muss ich vermutlich selbst spielen»

lbe

26.11.2018

Harsche Kritik für Anthony Martial (links) von Trainer Mourinho (rechts).
Bilder Getty

Vor dem Spiel gegen YB in der Champions League sorgt José Mourinho mit pikanten Aussagen gegen die eigene Mannschaft für Unruhe bei Manchester United. Vier Spielern wirft er öffentlich fehlende Einstellung vor.

Nach einem Zwischenspurt mit zehn Punkten aus den letzten vier Spielen in der heimischen Premier League und dem überraschenden Auswärtssieg in der Champions League bei Juventus Turin setzte es für Manchester United zuletzt wieder zwei arge Dämpfer ab. Auf die Niederlage im Derby gegen Manchester City (1:3) folgte ein unbefriedigendes 0:0-Remis gegen Crystal Palace. Der Rückstand auf die Tabellenspitze beläuft sich mittlerweile auf hoffnungslose 14 Punkte.

Dementsprechend angesäuert zeigte sich Cheftrainer José Mourinho im Anschluss an die Partie im Old Trafford. Der Portugiese liess ordentlich Dampf ab und kritisierte die Einstellung seiner Mannschaft scharf. «Ich kann den Charakter der Spieler nicht ändern. Die Lösung ist, dass ich jene aufstellen muss, die mit Herz dabei sind. Und dann muss ich vermutlich selbst spielen», äusserte sich Mourinho gegenüber «Univision».

Öffentliche Einzelkritik

Der 55-Jährige sah auch nicht davon ab, öffentlich einzelne Namen zu nennen. «Es fehlt ihnen an Reife auf persönlicher Ebene. Wir reden über Luke Shaw, Anthony Martial, Jesse Lingard und Marcus Rashford. Ihnen fehlt es an Charakter und Persönlichkeit.» Pikant, dass Mourinho mit Martial auch den aktuell besten Skorer ins Visier nimmt.

Die Aussagen des Trainer dürften nicht nur bei den betroffenen Spieler auf Unverständnis gestossen sein. Der ehemalige United-Verteidiger Rio Ferdinand meinte beispielsweise: «Er darf das natürlich machen. Aber in der Kabine vor versammelter Mannschaft wäre es schlauer gewesen. Das wird dem Team kaum helfen» merkte er auf «BT Sport» an.

Der verunsicherten Mannschaft mit Sicherheit helfen würde hingegen die Qualifikation für die Achtelfinals der Champions League. Ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis, das die «Red Devils» – wenn Juventus zu Hause gegen Valencia nicht verliert – mit einem Sieg gegen YB bereits am Dienstagabend (21.00 Uhr live auf Teleclub) erreichen können.

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