Petkovic: «Wollen in Athen eine gute Grundlage schaffen»

sda

19.3.2018 - 15:55

Vladimir Petkovic nimmt Anlauf auf seine erste WM-Endrunde in Russland. Im Rahmen eines sechstägigen Camps in Griechenland unterzieht er seine Equipe einem ersten Formcheck.

Vladimir Petkovic freut sich auf den ersten Nati-Zusammenzug im Jahr 2018.
Keystone

Etwas mehr als vier Monate nach dem erfolgreichen Playoff gegen Nordirland und 90 Tage vor dem WM-Startspiel gegen den fünffachen Champion Brasilien äussert sich Vladimir Petkovic zur näheren Zukunft des Schweizer Nationalteams. Unmittelbar vor dem Abflug zur Trainingswoche in Athen spricht der Tessiner davon, bei angenehmen Temperaturen im Süden Europas «eine gute Grundlage» schaffen zu wollen.

Die Einheiten in Griechenland seien primär eine Möglichkeit, taktische Finessen zu vertiefen, Gespräche zu führen, Leistungstests zu absolvieren – kurzum: «Es ist wichtig, zusammen eine gute Woche zu verbringen, viel zu arbeiten, aber doch die eine oder andere lockere Minute zu geniessen.»

Mit dem Test gegen den Gastgeber am kommenden Freitag will Petkovic sich ein erstes Mal der WM-Aufgabe Serbien (Gegner am 22. Juni) annähern. «Die Griechen gehen eher in Richtung Serbien, Panama ist mehr mit Costa Rica zu vergleichen», so Petkovic.

35 bis 40 Kandidaten umfasst der Kreis, dem der Selektionär die Chance attestiert, Teil der WM-Überlegungen zu sein – bis Mitte Mai muss der Verband bei der FIFA eine Liste mit 35 Namen einreichen. Die Türe bleibt gemäss Petkovic relativ lange offen. Im Vorfeld der EM habe er sich auch erst spät für das definitive Aufgebot entschieden.

Neben dem Gros des gesunden Stamms wird Petkovic einen prominenten Rückkehrer und einen Neuling begutachten. Josip Drmic kehrt nach auskurierten Knieproblemen und zwei Tage nach seinem ersten Bundesliga-Treffer nach über zweijähriger Leidenszeit zurück. Das Basler Talent Dimitri Oberlin (20) gehört erstmals zur Selektion.

«Ich bin froh, dass er sich in Deutschland befreit hat. Er verdient noch mehr Spielminuten. Es wird interessant sein, ihn zu persönlich auf dem Platz zu sehen», sagt Petkovic über Drmics Comeback. Oberlin sieht er mehr als ein Talent, «das in Zukunft eine spannende Rolle spielen könnte».

Der FCB-Rookie, der mit dem Titelhalter in einer mittelgrossen Sinnkrise steckt, hält den Ball vor seinen ersten Minuten auf oberster SFV-Ebene selbstredend flach: «Ich mache mir nicht zu viele Gedanken. Die WM ist für mich kein klares Thema. Es geht vor allem darum, hier mal alles kennenzulernen.»

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