Barcelona

Rakitic: «Bin kein Sack Kartoffeln, mit dem man alles machen kann»

tbz

13.4.2020

Ivan Rakitic ist mit seiner aktuellen Situation beim FC Barcelona nicht zufrieden.
Bild: Keystone

Ivan Rakitic schiesst während der Corona-Krise gegen die Barcelona-Führung und will sich nicht einfach alles gefallen lassen. Er plant, seinen Vertrag bei den finanziell stark angeschlagenen Katalanen zu erfüllen.

Er sei kein «Sack Kartoffeln», über den man einfach so verfügen könne, sagt Ivan Rakitic in einem Interview mit «Mundo Deportivo». Der 32-Jährige kam bei Barcelona zuletzt immer seltener zum Einsatz und soll Gerüchten zufolge sowohl Paris Saint-Germain als auch Inter Mailand angeboten worden sein. Die Katalanen erhofften sich dadurch eine Preisreduktion für die gewünschten Transfers von Neymar und Lautaro Martinez.

Die Rolle des Tauschobjekts gefällt dem Mittelfeldspieler überhaupt nicht – er würde seinen Vertrag bei Barça gerne erfüllen. «Ich verstehe die Situation, aber ich bin kein Sack Kartoffeln, mit dem man machen kann, was man will», wehrt sich Rakitic. «Für mich ist das Wichtigste, dass ich an einem Ort bin, an dem man mich wertschätzt, respektiert und braucht. Und meine Familie muss sich wohlfühlen. Wenn das bei Barça ist, dann ist es perfekt – ansonsten entscheide ich, wo das ist und sonst niemand.»

Keine Erklärung für neue Rolle

Der ehemalige Basel-Akteur stört sich auch an der Art und Weise, wie er seinen Stammplatz abgeben musste. «Am meisten nervten mich die Umstände. Das letzte Jahr war das beste meiner sechs Jahre hier. Es konnte mir niemand erklären, weshalb sich meine Rolle in der Mannschaft geändert hat. Ich verstehe es nicht.»

Die Beweggründe beim FC Barcelona könnten indes mit der aktuellen finanziellen Lage zusammenhängen. Die ohnehin schon seit längerer Zeit auf finanziell wackligen Beinen aufgestellten Katalanen werden durch die Corona-Krise noch mehr in Bedrängnis gebracht. Den Spielern droht ein Gehaltsverzicht von bis zu 70 Prozent.

Die Barça-Führung erhofft sich durch den Verkauf von Rakitic Einnahmen von ungefähr 30 Millionen Euro – womöglich überlebenswichtiges Geld. Wie schlimm es um den spanischen Meister genau steht, ist schwierig zu sagen. Eben erst zurückgetretene Direktoren gaben gemäss «Mirror» aber Hinweise auf «gigantische Risiken».

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