Ramos kontert Klopp: «Nicht sein erstes verlorenes Finale»

Luca Betschart

15.8.2018

Vor dem europäischen Supercup heute Abend (ab 21.00 Uhr im Ticker und auf Teleclub Zoom) stellt sich Sergio Ramos seinen Kritikern, zu denen in den letzten Wochen auch Liverpool-Trainer Jürgen Klopp gehörte. Der Spanier meint, die Gründe dafür zu kennen und schiesst zurück.

Klopp kritisierte den Captain von Real Madrid für seinen Auftritt im Champions-League-Final Ende Mai zuletzt heftig. Vor allem der Ellbogencheck gegen Torwart Loris Karius, wie auch sein Zweikampfverhalten im Duell mit Topstürmer Mohamed Salah, stiessen nicht nur Klopp sauer auf. «Wenn du dir es noch mal anschaust, und du bist kein Fan von Real Madrid, dann denkst du, das ist rücksichtslos und brutal. Den Keeper mit dem Ellbogen angehen, den besten Torschützen wie ein Wrestler abräumen und dann das Spiel gewinnen. Das war die Geschichte des Spiels.»

Nun nimmt Ramos an der Pressekonferenz vor dem Duell im europäischen Supercup gegen Stadtrivale Atlético Stellung zur Klopp-Kritik. Er beteuert dabei, nie irgendeinen Fussballspieler mit Absicht verletzt haben zu wollen und beschreibt den verhängnisvollen Zweikampf mit Salah aus eigener Perspektive: «Ich wollte seinen Arm nicht greifen. Eigentlich hat er mich zuerst gepackt. Ich denke, es war etwas, das während der Partie so passiert ist und ich habe nie beabsichtigt, einen Fussballspieler zu verletzen.» 

Zugegeben: Schaut man sich die Aktion genau an, scheint Salah tatsächlich als erstes den Arm des Gegners zu greifen. Die anschliessende «Wrestling-Aktion» lässt sich damit allerdings nur schwer rechtfertigen. Zur Aktion gegen Torwart Karius nahm der 32-jährige Madrilene gar keine Stellung.

Dafür richtet sich der Spanier anschliessend direkt an Jürgen Klopp. «Vielleicht will er sich rechtfertigen, nachdem er das Finale verloren hat, weil es nicht die erste Niederlage für ihn in einem Endspiel war. Er sollte sich um seine eigenen Sachen kümmern und uns Spieler, die viel Erfahrung haben und über lange Zeit ein hohes Niveau bewiesen haben, alleine lassen.»

Eine klare Botschaft an die Adresse von Jürgen Klopp. Ob dieser sich das gefallen lässt, ist allerdings zu bezweifeln. Ramos hofft jedoch, genau dies zu erreichen: «Er war einer der besten Coaches der Saison und ich habe bei der Wahl zum «Trainer des Jahres« für ihn gestimmt. Vielleicht wird ihn das für eine Weile beruhigen

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