Schmidt über Lichtsteiner: «Der Kerl ist ein Brett»

22.8.2019 - 20:39, lbe

Nach dem verpatzten Saisonstart kann Augsburg-Trainer Martin Schmidt vor dem Schweizer Trainer-Duell mit Urs Fischer gleich zwei Verstärkungen empfangen. Die Erwartungen an diese sind hoch.

Pokal-Aus gegen den Regionalligisten SC Verl, 1:5-Klatsche in Dortmund zum Auftakt in die neue Bundesliga-Saison – in Augsburg hat man sich den Saisonstart definitiv anders vorgestellt. Die Reaktion folgt erst mal auf dem Transfermarkt, wo der Bundesligist gleich doppelt zuschlägt. Routinier Stephan Lichtsteiner und der talentierte Tin Jedvaj stossen per sofort zu den Augsburgern und geben womöglich bereits an diesem Samstag gegen Union Berlin ihr Debüt.

FCA-Trainer Martin Schmidt zeigt sich hochzufrieden mit den gemachten Transfers: «Es gibt ein gutes Gefühl, wenn man weiss, dass der Kader jetzt komplett ist. Jetzt sind wir da, jetzt beginnt es. Alles auf Anfang. Jetzt habe ich einen kompletten und tollen Kader. Noch einmal einen riesen Dank an die sportliche Leitung», sagt Schmidt an der Pressekonferenz und lanciert damit so etwas wie einen Neustart. «Jetzt haben wir das nachgelegt, was es gebraucht hat. Jetzt liegt es am Team.»

«Neue Welle» durch die Neuzuzüge

Der 52-Jährige glaubt, dass die Ankunft der beiden Neuzuzüge innerhalb der Mannschaft bereits Wirkung gezeigt hat. «Ab Dienstag war eine neue Welle, eine neue Positivität drin – auch durch die zwei neuen Spieler Stephan Lichtsteiner und Tin Jedvaj. Man hat gemerkt, im Team passiert was. Rundum war die Spannung da. Und der Konkurrenzkampf wurde dadurch natürlich neu ausgerufen.»

Tatsächlich scheint Schmidt bereits im Schweizer Trainer-Duell gegen Urs Fischer auf die beiden Neuankömmlinge zu setzen. Jedvaj sei topfit, da er die ganze Vorbereitung mit Leverkusen mitgemacht habe. Aber auch der vereinslose Lichtsteiner sei einsatzbereit: «Körperlich ist er auf einem absolut guten Niveau. Wenn man den Kerl sieht, wie der steht, das ist ein Brett. Das hat eigentlich seine Karriere ausgezeichnet, dass er immer fit war», schwärmt der Walliser von seinem neuen Schützling und ergänzt: «Er bringt auch Qualität auf der Aussenverteidigerposition – sei es im taktischen, aber auch im spielerischen Bereich.»

Die Integration im Team sei ohne Probleme abgelaufen. Es herrsche mehr ein miteinander, denn ein gegeneinander. «Es ist eher: Hey, euch zwei brauchen wir für einen kompletten Kader», sagt Schmidt. Jetzt gehe es darum, das zu schüren, zu festigen und Woche für Woche auf den Platz zu bringen. Die Chancen, den Neustart erfolgreich zu gestalten, stehen für das Heimspiel gegen den Aufsteiger Union Berlin nicht so schlecht.

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